16. Februar 2021
STIKO: Lehrer werden nicht früher geimpft

Ständige Impfkommission: Lehrer werden nicht früher geimpft

Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkommission, sieht keinen Anlass, Lehrer und Erzieher früher impfen zu lassen. Bund und Länder hatten das Gesundheitsministerium beim letzten Corona-Gipfel gebeten, eine höhere Priorisierung von Lehrern und Erziehern zu prüfen.

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© Manit Chaidee/iStock
Lehrer und Erzieher sollen laut der Ständigen Impfkommission nicht früher geimpft werden.

Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO) sieht keinen Grund, warum Lehrerkräfte und Erzieher eher gegen das Coronavirus geimpft werden sollen. „Die STIKO hat ihre Empfehlung auf die Auswertung internationaler Daten und auch die Meldedaten aus Deutschland gegründet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit, die Lehrer jetzt abweichend von der Empfehlung vorzuziehen“, sagte Mertens im Interview mit der Rheinischen Post.

Lehrer und Erzieher werden nicht bevorzugt

Lehrer mit entsprechendem Alter oder mit besonderen Vorerkrankungen würden bereits auf dieser Grundlage priorisiert. Allerdings basiere die Priorisierung der Impfreihenfolge auf Empfehlungen der STIKO. Politische Entscheidungsträger können und dürfen von dieser Empfehlung abweichen, so Mertens. Jedoch müssten Politiker diese Änderung auch begründen.

Beim Corona-Gipfel vergangener Woche hatten Bund und Länder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auffordert, eine frühere Impfung von Lehrkräften und Erziehern in Erwägung zu ziehen, um Schulen und Kindertagesstätten möglichst schnell wieder öffnen zu können. Lehrer und Erzieher wären dann von der dritten Impfgruppe in die zweite aufgestiegen und somit zeitgleich mit Menschen über 70 Jahren oder Personen mit schweren Vorerkrankungen, Demenz oder Behinderungen an der Reihe.

Quellen: tagesschau.de, rp-online.de

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