Neue Studie Sommer: Bremst das Wetter Corona-Infektionen?

Die Frage, ob das wärmer werdende Klima einen Einfluss auf den Verlauf des Coronavirus hat, brennt uns unter den Nägeln – vor allem jetzt, da die sommerlichen Temperaturen nach draußen locken. Eine Studie liefert nun neue Erkenntnisse zur klimatischen Abhängigkeit des Sars-CoV-2.

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Corona: Stoppt der Sommer die Verbreitung?

Winterzeit ist Grippezeit – im Sommer wird alles besser? Das war zumindest eine leise Hoffnung, die sich auf der ganzen Welt breitgemacht hat.
Eine Studie unter der Leitung von Rachel Baker untersuchte nun diese Hypothese. Mithilfe von bereits vorhandenen Daten von ähnlichen Coronaviren, die ebenfalls der Betacoronavirus-Gattung angehören, wurde eine potenzielle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unter verschiedenen klimatischen Bedingungen simuliert.
Berücksichtigte Faktoren waren zum Beispiel auch unterschiedliche geographische Standorte und die Immunität der Bevölkerung zu einem fortgeschrittenen Stadium der Pandemie.

Laut Studie: Wetter hat kaum Einfluss auf Coronavirus

Das Ergebnis der Studie ist leider ernüchternd: Das Forscherteam schlussfolgert, dass der Sommer keine erhoffte Verlangsamung des Coronavirus bringen wird. Wie die Simulationen ergaben, nimmt das Wetter keinen entscheidenen Einfluss auf den Verlauf des Virus. Weder Luftfeuchtigkeit noch Temperatur scheinen sich bedeutend auf die Ausbreitung auszuwirken.

Laut Baker und ihrem Team kann es nach Abflachen der ersten Infektionswelle zu saisonalen Höhepunkten kommen, wobei das Klima jedoch lediglich minimal die Stärke der Ausprägung und den Zeitraum eines pandemischen Ausbruchs beeinflusst. Viel ausschlaggebender: Die Immunität der Bevölkerung! Nach wie vor wird dieser Faktor von größter Bedeutung bei der Verbreitung des Virus sein.

Datum: 03.06.2020
Autor: Silva Oldenburg

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