Mit dem Rauchen aufhören Sanfte Rauchentwöhnung: Möglichkeiten im Überblick

Muss die Rauchentwöhnung der Sprung ins kalte Wasser sein oder geht es auch auf eine sanftere Weise? Wir schauen uns die Alternativen zum kalten Entzug einmal an.

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Nahezu jeder Raucher hat schon mindestens einmal diesen Entschluss gefasst. Es soll Schluss sein mit dem Qualm, einer der nächsten Glimmstängel wird auch der letzte sein. Ob das nun das Neujahrsvorhaben ist, das Versprechen an den Partner, das Vorhaben, das Zigarettengeld für einen Urlaub oder etwas Tolles zu sparen – Motivationsgründe gibt es schon abseits der eigenen Gesundheit etliche, dennoch bleibt der Rauchentzug ein hartes Stück Arbeit. Bis zum Erfolg führen viele Wege nach Rom und so etliche enden in der Sackgasse.

Dampfen statt Rauchen

Im Allgemeinen ist die E-Zigarette kein Mittel zum Rauchentzug, da sie in erster Linie dazu gedacht ist, auf ein anderes Produkt umzusteigen. Der Umstieg allein kommt schon mit Vorteilen daher:

  • Günstiger – wenngleich das Equipment zuerst angeschafft werden muss, so ist das Dampfen deutlich günstiger.
  • Gesünder – aber nicht gesund. Im direkten Vergleich mit der typischen Tabakzigarette gewinnt die E-Zigarette, da sie weniger Giftstoffe hat.

Den größten Vorteil bietet der Umstieg als Zwischenstopp zum tatsächlichen Aufhören jedoch an anderer Stelle. Denn bei der Rauchentwöhnung spielt der Entzug nur eine untergeordnete Rolle. Nach drei Tagen ist kein Nikotin mehr im Körper, spätestens nach sieben Tagen ist dieser Entzug beendet. Und doch fällt das Aufhören dauerhaft schwer? Dies liegt an der Gewohnheit. Jeder Raucher hat seine speziellen Zigaretten. Die, die immer morgens vor oder beim Kaffee geraucht wird. Die, wenn es stressig wird. Wer sich selbst beobachtet, der wird vermutlich erkennen, dass die Gewohnheit so tief in ihm sitzt, dass beispielsweise an Straßenecke X immer eine Zigarette angezündet wird.

Beim Umstieg auf die E-Zigarette lässt sich das ein wenig umsteuern:

  • Umstellung
    Die E-Zigarette wird anders genutzt. Es wird immer mal zwischendurch daran gezogen, sodass gewisse Gewohnheiten automatisch nachlassen.
  • Reduzierung
    Bei der E-Zigarette kann der Nikotingehalt sehr leicht eigenständig dosiert werden. Durch das Mischen von Liquids verschiedener Stärken lässt sich der Nikotingehalt so regulieren, dass Dampfen ohne Nikotin irgendwann durchaus Realität werden kann.
  • Gewohnheit beibehalten
    Mit einem sehr leichten Liquid oder einem komplett ohne Nikotin kann nun weiterhin gedampft werden, ohne dass es zum stressigen Entzug kommt. Viele Umsteiger merken erst gar nicht, dass sie immer seltener zur E-Zigarette greifen und somit auch ihre Gewohnheiten massiv verändern – und schließlich ablegen können.
Die E-Zigarette hilft also nicht unbedingt beim direkten Aufhören, dafür unterstützt der Umstieg mitunter dabei, vom Nikotin loszukommen und nach und nach die gefährlichen Gewohnheiten, die das Laster mit sich brachte, abzulegen. Da während der Zeit kein Abstinenzstress entsteht, sind Rückfälle seltener. Und sollte doch einmal der Drang überwiegen, zu rauchen, wird einfach die E-Zigarette kurz herausgeholt.

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Nikotinpflaster: Kleine Helfer gegen die Sucht

Nikotinpflaster und andere Nikotinpräparate greifen direkt in die Sucht ein. Mit ihnen kann der Weg anders bewältigt werden:

  • Suchtdruck
    Das Nikotinpflaster dient dazu, keine Entzugserscheinungen vom Nikotin aufkommen zu lassen. Es gibt dauerhaft eine gewisse Menge Nikotin an den Körper ab. Bei Mundsprays oder anderen Ersatzprodukten kann der Raucher selbst steuern, wann er zum Nikotin greift.
  • Gewohnheiten
    Durch die Nikotinzufuhr kommt der Körper nicht in den Entzugsstress. Raucher können somit ganz gezielt daran arbeiten, ihre Rauchgewohnheiten zu erkennen und zu hinterfragen. Dies ist notwendig, damit die Gewohnheiten, die sonst immer mit dem Rauchen einhergehen, erkannt und abgelegt werden können.


Weitere sanfte Optionen

Wer den Entschluss fasst, mit dem Rauchen aufzuhören, der muss zuerst begreifen, dass es kein richtig oder falsch gibt. Am Ende steht im besten Fall das Dasein als Nichtraucher. Daher muss auch für sich überlegt werden, ob Druck gut ist oder nicht. Manchen hilft es, wenn jeder im Umfeld von dem Vorhaben weiß, andere stresst das zusätzlich. Hier kann nur jeder für sich den Weg finden. Mitunter können aber noch zwei Optionen helfen:
  • Akupunktur
    Sie soll bei der Rauchentwöhnung helfen, allerdings ist das nicht völlig belegt. Doch wer der Akupunktur gegenüber aufgeschlossen ist, der kann diesen Versuch wagen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten zwar nicht, doch sind sie nicht allzu hoch.
  • Hypnose
    Auch hier gilt wieder, dass der Patient aufgeschlossen sein muss. Je nach Studie können wohl bis zu 50 Prozent der Patienten durch oder mit der Hypnose von den Zigaretten fortkommen. Wichtig ist hier, dass ein guter Hypnosetherapeut aufgesucht wird, da die Hintergründe für das Rauchen, die Gewohnheiten und auch die Gründe für den gewünschten Rauchstopp mit besprochen und in die Therapie einbezogen werden müssen.
Ein Fehler sollte jedoch umgangen werden: Die Verlagerung der Gewohnheiten auf ein anderes Laster. Immer wieder beklagen Raucher, dass sie durch das Aufhören viel Gewicht zugenommen haben. Nicht selten liegt das schlichtweg daran, dass die Zigarette durch Gummibärchen oder Schokolade ersetzt wurde. Eine solche Verlagerung kann natürlich in eine gute und gesunde Richtung gelenkt werden. Wer statt den Süßigkeiten zu Obst oder Gemüsestückchen greift, der tut sich selbst noch etwas Gutes.

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Aufhören ist schwer, doch Hilfsmittel erleichtern den Entzug

Vermutlich kann jeder Raucher direkt fünf Gründe aufzählen, warum er aktuell nicht mit dem Rauchen aufhören kann. Das sind natürlich nur vorgeschobene Gründe, denn jeder könnte natürlich direkt aufhören, doch sind es die befürchteten Folgen, die davon abhalten. Über den Umweg mit der E-Zigarette lässt sich das Nikotin langsam herunterfahren, ohne dass auch noch die geliebten Gewohnheiten unterlassen werden müssen. Auch Nikotinpflaster, entsprechende Mundsprays oder Kaugummis können bei dem Unterfangen helfen. Hypnose und Akupunktur zeigen teils ebenfalls gute Ergebnisse. Doch bei allen Hilfsmitteln stellt sich am Ende eine entscheidende Frage: Erleichterten sie das Aufhören wirklich oder gaben sie dem Kopf nur das Gefühl, dass eine Hilfestellung vorhanden ist?