Pollen-Explosion zum Wochenstart: Warum Allergiker bei diesen Temperaturen jetzt sofort handeln müssen

Eigentlich ist noch Winter, doch für Millionen Allergiker fühlt es sich bereits wie Hochfrühling an. Experten warnen vor einem außergewöhnlich frühen und intensiven Start der Pollensaison. Hasel und Erle fliegen aktuell mit Rekordwerten – was Betroffene jetzt wissen müssen. Wer aktuell mit brennenden Augen, Fließschnupfen oder Niesattacken kämpft, bildet sich das nicht ein: Die Pollensaison 2026 hat in Deutschland so früh begonnen wie selten zuvor. Während in vielen Regionen noch mit Frost gerechnet wird, sorgen milde Temperaturen dafür, dass die Natur förmlich explodiert.

Zusammenfassung anhören
0:00 / 0:00

Update vom 2. März 2026: Rekord-Temperaturen lassen Pollen fliegen 

Pünktlich zum Start in die neue Märzwoche verschärft sich die Lage für Allergiker dramatisch. Wie aktuelle Berichte von BILD.de und der Tagesschau zeigen, sorgt das milde Wetter dafür, dass die Pollenbelastung in weiten Teilen Deutschlands – von Brandenburg bis Berlin – massiv ansteigt. Besonders Hasel- und Erlenpollen erreichen nun Spitzenwerte, da die Temperaturen die Pflanzen förmlich „explodieren“ lassen. Wer jetzt mit Fließschnupfen oder brennenden Augen kämpft, sollte seine Vorsorgemaßnahmen umgehend hochfahren.

Hasel und Erle: Rekordbelastung in vielen Bundesländern

Besonders aggressiv zeigen sich aktuell Hasel und Erle. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und aktuellen Berichten der Hessenschau fliegen die Pollen in weiten Teilen Deutschlands bereits mit „voller Wucht“.

  • Der Grund: Die ungewöhnlich milden Phasen im Januar und Februar haben die Kätzchenblütler frühzeitig aktiviert.

  • Die Folge: In vielen Gebieten wird bereits die höchste Belastungsstufe erreicht. Vor allem im Westen und Südwesten ist die Konzentration in der Luft massiv.

Warum 2026 anders ist als sonst

Experten des Deutschlandfunks betonen, dass der Start der Pollensaison immer weiter nach vorne rückt. Was früher im März begann, ist nun oft schon im Januar Realität. Der Klimawandel sorgt für eine längere und intensivere Leidenszeit der Allergiker, da die Ruhephasen der Pflanzen kürzer werden.

Die Apotheken verzeichnen bereits jetzt einen Ansturm auf Antihistaminika. Laut Apotheke Adhoc bereiten sich Mediziner auf eine besonders lange Saison vor, da durch die milde Witterung die unterschiedlichen Pollenarten dieses Jahr fast ohne Pause ineinander übergehen könnten.

5 Sofort-Tipps: So überstehen Sie den frühen Pollenflug

Damit Sie trotz des Pollen-Ansturms gut durch den Tag kommen, empfehlen Experten folgende Maßnahmen:

  1. Stoßlüften zur richtigen Zeit: In der Stadt am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr lüften, auf dem Land eher abends nach 19 Uhr.

  2. Haare waschen vor dem Schlafengehen: So verhindern Sie, dass Sie die Pollen mit ins Bett nehmen und die ganze Nacht einatmen.

  3. Kleidung trennen: Ziehen Sie Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer aus.

  4. Pollenfilter checken: Wer viel Auto fährt, sollte jetzt den Pollenfilter der Klimaanlage prüfen oder wechseln lassen.

  5. Brille tragen: Eine Sonnenbrille schützt die Augen mechanisch vor dem direkten Kontakt mit den Pollen.

Achtung Verwechslungsgefahr: Heuschnupfen oder Infekt? 

Während die große Grippewelle laut RKI-Zahlen zwar ihren Höhepunkt überschritten hat, bleibt die Belastung für das Immunsystem hoch. Aktuell zirkulieren neben den Pollen weiterhin hartnäckige RSV-Viren. Allergiker sollten genau hinsehen:

  • Pollen: Typisch sind juckende Augen und Niesattacken unmittelbar im Freien.

  • Infekt: Gliederschmerzen und Fieber deuten eher auf eine virale Belastung hin.

Quellen