Omikron: Biontech-Chef spricht von vierter Booster-Impfung

Omikron: Biontech-Chef spricht von vierter Booster-Impfung

Biontech-Chef Ugur Şahin hält in Anbetracht der sich verbreitenden Omikron-Variante eine Booster-Impfung schon nach drei Monaten für notwendig. Zu diesen Erkenntnissen kam das Unternehmen und Pfizer. Zusätzlich gab er Details zur vierten Impfung bekannt.

Corona-Impfung
© Mufid Majnun/Unsplash
Ist ein früherer Booster wegen der neuen Omikron-Variante notwendig? 

4. Impfung: Wer braucht Sie wann?

Biontech-Chef Uğur Şahin hält eine Auffrischungsimpfung bereits nach drei Monaten für notwendig. Im Interview mit dem Spiegel sagte Şahin: „Wenn sich Omikron, wie es aussieht, weiter ausbreitet, wäre es wissenschaftlich sinnvoll, bereits nach drei Monaten einen Booster anzubieten.“ Şahins Ansicht zufolge verliert auch der Booster irgendwann seine Wirkung. Daher werde eine vierte Impfung in relativ kurzem Zeitabstand nötig. Genauere Details, ob bestimmte Personengruppen eher geimpft werden, sind bislang nicht bekannt.  Allerdings kann davon ausgehen, dass vor allem ältere Menschen und besonders gefährdete Gruppen einen Vorrang gegenüber der restlichen Bevölkerung haben. Wer also jetzt eine Auffrischung bekommt, könnte im Frühjahr die vierte Impfung erhalten.

Omikron: Doppelimpfung schützt nicht ausreichend

Aktuell biete eine Doppelimpfung gegen Omikron keinen ausreichenden Schutz. Ersten Daten zufolge schützen allerdings drei Dosen des mRNA-Vakzins vor einer Ansteckung mit der neuen Virusvariante. Die Unternehmen Biontech und Pfizer gehen allerdings davon aus, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung weiterhin gegeben ist. Die aktuelle Bestimmung der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Institut besagt, dass eine Auffrischung sechs Monaten nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung möglich ist.

Neuer Impfstoff gegen Omikron-Variante?

Aktuell arbeitet das Pharma-Unternehmen an einem neuen, an die neue Variante angepassten Impfstoff. „Ob wir den Schlüssel für eine volle Produktion überhaupt umdrehen, ist noch nicht entschieden. Momentan sind verschiedene Omikron-Varianten unterwegs, und es ist noch nicht klar, welche sich durchsetzt und welche dann im Impfstoff sein soll“, sagte er dem Spiegel. Erst in einigen Wochen sei es erst klar, ob überhaupt ein neues Vakzin nötig sei, was frühestens im März 2022 auf dem Markt erscheinen wird.

Experten raten jetzt zur dritten Booster-Impfung

Um sich bestmöglich gegen die ansteckende Omikron-Variante zu schützen, sollten sich nach Şahins Ansicht die Menschen jetzt boostern lassen und nicht auf einen möglichen neuen Impfstoff warten. Diese Meinung teilt auch Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein. Im Interview mit der Rheinischen Post sagte er: „Menschen über 60 Jahre und mit Vorerkrankungen sollten sich noch vor Weihnachten boostern lassen, wenn die letzte Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Familienfeiern in geschlossenen Räumen tragen nun mal besonders zur Verbreitung des Virus bei.“

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