23. Februar 2021
Lehrer und Erzieher werden doch früher geimpft!

Impfreihenfolge: Lehrer und Erzieher werden doch früher geimpft!

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass Grund- und Förderschullehrkräfte sowie Kita-Personal früher als geplant geimpft werden sollen. Um das umzusetzen, muss die Impfverordnung geändert werden.

Lehrerin mit Maske in Schule
© izusek/iStock
Lehrer an Grund- und Förderschulen sollen ab Anfang März und somit früher als geplant geimpft werden.

Um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu senken, sollen Lehrer an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten früher als bisher vorgesehen geimpft werden. Darauf haben sich Bund und Länder gestern geeinigt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nahm zur geänderten Impfreihenfolge Stellung: „Wir müssen Berufsgruppen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko schützen“, so Holetschek im ARD-nachtmagazin. Die betroffenen Beschäftigten werden von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen, soweit nötiger Impfstoff in den Ländern da sei. Die geänderte Impfverordnung soll voraussichtlich am Mittwoch in Kraft treten und die ersten betroffenen Personen ab Anfang März geimpft werden.

Schnellere Öffnung von Kitas und Schulen dank Corona-Impfung

Die höhere Priorisierung solle eine zügige und sichere Umsetzung von Öffnungsstrategien der Länder bei Kitas und Grundschulen ermöglichen, heißt es in dem Entwurf, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Denn dort komme es zu zahlreichen Kontakten von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten. Zudem sei es bei kleineren Kindern schwierig, alle Schutzmaßnahmen gut umsetzen zu können.

Die Änderung der Impfreihenfolge hatte sich im Vorfeld bereits abgezeichnet. Beim letzten Corona-Gipfel hatten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder Gesundheitsminister Jens Spahn beauftragt zu prüfen, ob Grundschullehrer und Erzieher bei den Impfungen höher priorisiert werden können. In der ard-Sendung Bericht aus Berlin hatte Spahn am Sonntag darauf hingewiesen, dass infolge der Schulöffnungen in zehn Bundesländern „Millionen Menschen mehr unterwegs“ seien. Zudem treten in Deutschland vermehrt die ansteckenden Virus-Mutanten auf. Es sei deshalb nötig, mehr Menschen zu impfen, so Spahn.

Quellen: tagesschau.de, zeit.de

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