14. Juli 2021
Lambda-Variante: Wie gefährlich ist die Mutation?

Lambda-Variante: Wie gefährlich ist die neue Mutation?

In Lateinamerika verbreitete sich die Lambda-Variante, die nun auch in Europa und auch in Deutschland angekommen ist. Was bisher zur neuen Mutation bekannt ist und wie gefährlich Lambda ist, erfahren Sie hier.

Die nächste Mutation des Coronavirus hat Europa erreicht. Die lateinamerikanische Lambda-Variante steht im Verdacht, für einen Ausbruch mit 80 Neuinfektionen in Kantabrien in Spanien verantwortlich zu sein. Bereits seit einem Jahr breitet sich die Lambda-Variante in Südamerika aus und wurde erstmals in Peru entdeckt – nun ist sie also auch in Europa angekommen.

Lambda-Variante breitet sich schnell aus

Auffällig ist, dass die auch Anden-Variante oder C.37 genannte Mutation sich schnell ausbreitet. War sie in Peru kurz nach ihrer Entdeckung nur für 0,5 Prozent der Erkrankungen verantwortlich, sind es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 82 Prozent der zwischen Mai und Juni registrierten Infektionen. Und hat sich in 29 Ländern verbreitet – hauptsächlich Südamerika. Die WHO stuft Lambda als interessante Variante ein, weil sie zu gehäuften Fällen führt und gleich in mehreren Ländern auftaucht. Die Mutation steht eine Stufe unter dem „besorgniserregenden Varianten“.

Ist Lambda ansteckender?

Ob Lambda womöglich schlechter vom Immunsystem bekämpft wird oder zu einer höheren Sterblichkeit führen könnte, ist laut Angaben der WHO bislang unklar. „Obwohl die Möglichkeit einer höheren Ansteckungsrate besteht, haben wir noch nicht ausreichend belastbare Studien, um sie mit Gamma oder Delta vergleichen zu können“, sagte Jairo Méndez-Rico, Experte für Viruserkrankungen bei der WHO gegenüber der Deutschen Welle. „Es ist wahrscheinlich, dass SARS-CoV-2 in seinem evolutionären Prozess zwar ansteckender wird, aber gleichzeitig nicht schädlicher für den Wirt.“ Wirksames Mittel gegen die Mutation ist eine Impfung. „Alle von uns zugelassenen Impfstoffe gegen die weltweit zirkulierenden Corona-Varianten sind generell effektiv – und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie dies bei Lambda weniger wären“, so Méndez-Rico.

Eta-Variante in Deutschland

Die Eta-Variante ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Laut WHO fällt sie in eine Kategorie mit der Lambda-Mutante. Die aus Angola stammende Mutation wurde erstmals im Dezember 2020 festgestellt. Es ist noch nicht bekannt, ob Eta ansteckender ist. Forscher vermuten jedoch, dass die Corona-Impfstoffe geringer wirksam sein könnten.

Video: Coronavirus – Lambda-Variante auch in Europa nachgewiesen

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