13. Juli 2021
Johnson & Johnson-Impfstoff: Warnung vor Nervenerkrankung

Johnson & Johnson-Impfstoff: Warnung vor Nervenerkrankung

Die US-Behörde FDA warnt vor einem erhöhten Risiko für eine seltene Nervenerkrankung im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Die US-Gesundheitsbehörde hat am Montag ihren Warnhinweis aktualisiert.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die US-Gesundheitsbehörde CDC überprüften laut Redaktionsnetzwerk Deutschland und ZDF Berichte von rund 100 Personen, die nach der Impfung mit Johnson & Johnson die Immunsystemkrankheit Guillain-Barré-Syndrom bekamen. Beim Guillain-Barré-Syndrom handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die zu Muskelschwächen bis hin zu Lähmungen führt. Das Auftreten des Syndroms wurde auch bei einigen Grippeimpfungen beobachtet.

Johnson & Johnson-Impfung: Risiko der Nervenkrankheit sei gering

Nach Angaben aus informierten Kreisen gab es 100 vorläufige Berichte über ein Auftreten der neurologischen Krankheit Guillain-Barré-Syndrom mit Lähmungserscheinungen – bei rund 12,5 Millionen J&J-Impfdosen in den USA. 95 geimpfte Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, ein Mensch starb. Die meisten Fälle der Nervenkrankheit traten dabei offenbar bei Männern über 50 auf.

In den USA wurden 12,5 Millionen J&J-Impfdosen verabreicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Syndrom auftrete, sei sehr gering, teilt Johnson & Johnson mit. Die Warnung vor dem Guillain-Barré-Syndrom soll nun in Infoblättern für Personen enthalten sein, die mit Johnson & Johnson geimpft werden. Die Behörden kamen aber zu dem Schluss, dass die Vorteile der Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson die Risiken klar überwiegen.

Im April war der Einsatz des Corona-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns in den USA zwischenzeitlich ausgesetzt worden, nachdem vor allem bei jüngeren Frauen vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln aufgetreten waren.

Quellen: Redaktionsnetzwerk Deutschland, ZDF

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