5. Februar 2021
Johnson & Johnson beantragt Notfallzulassung in den USA

Corona-Impfung: Johnson & Johnson beantragt Notfallzulassung in den USA

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat in den USA eine Notfallzulassung für seinen Impfstoff gegen das Coronavirus beantragt. Der Antrag auf eine Notfallzulassung in der EU steht offenbar kurz bevor. Die Wirksamkeit des neuen Impfstoffes liegt nur bei 66 Prozent, dafür hat er andere Vorteile.

Impfstoff gegen Covid-19
© torstensimon/pixabay
Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat zwar eine geringere Wirksamkeit als andere bereits zugelassene Impfstoffe – allerdings reicht eine Injektion aus.

Medienberichte zufolge hat der Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) in den USA eine Notfallzulassung für seinen Impfstoff gegen das Coronavirus beantragt. Der J&J-Impfstoff hat nach Angaben des amerikanischen Unternehmens eine Wirksamkeit von etwa 66 Prozent. Die Impfstoffe von BioNTech und Moderna versprechen eine Wirksamkeit von über 90 Prozent.

Schwere Corona-Erkrankungen würde der J&J-Impfstoff zu 85 Prozent vermeiden. Anders als bei den anderen zugelassenen Impfstoffen ist bei diesem Vakzin nur eine einmalige Injektion notwendig, um die Immunität gegen Coronaviren zu erreichen. Wie stern.de berichtete, hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA vor einer Woche mitgeteilt, dass sie in Kürze ebenfalls einen Zulassungsantrag von Johnson & Johnson erwarte.

Impfstoff von Johnson & Johnson: Einfache Lagerung

Im Gegensatz zur Konkurrenz handelt es bei dem Impfstoff von J&J um einen Vektorimpfstoff, der auf einem normalen Erkältungsvirus basiert und bei Kühlschranktemperatur transportiert und gelagert werden kann, was die Verteilung erleichtert. Das US-Unternehmen plant, in diesem Jahr eine Milliarde Dosen bereitzustellen. Die EU hat sich bis zu 400 Millionen Dosen von dem Mittel gesichert.

Quellen: tagesschau.de, stern.de, faz.net

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