20. Oktober 2021
Impfauffrischung: Das müssen Geimpfte jetzt wissen

Impfauffrischung: Das müssen Geimpfte jetzt wissen

Um der vierten Welle bestmöglich zu strotzen, gibt es seit September die ersten Auffrischungsimpfungen. Erfahren Sie hier, für wen und ab wann eine Impfung infrage kommt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte bereits im Sommer, dass er Corona-Auffrischungsimpfungen für alle Bürger anbieten möchte. „Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz“, so Spahn im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Auffrischung für gefährdete Personen und Geimpfte mit Vektorimpfstoff

Die aktuelle und offizielle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) lautet, dass eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff für Personen über 70 Jahren und für bestimmte Risikogruppen wie medizinisches Personal und Pflegepersonal, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, empfehlenswert ist. Zwischen der ersten abgeschlossenen Impfserie und der auffrischenden Impfung sollten mindestens sechs Monate liegen.

Ebenfalls Geimpfte, welche eine AstraZeneca-Impfung sowie den Einmal-Impfstoff Johnson & Johnson bekommen haben, sollen eine Auffrischung erhalten. Bei diesen Geimpften sind verhältnismäßig viele Impfdurchbrüche aufgetreten, da das Vakzin im Vergleich mit den anderen Impfstoffen weniger wirksam ist. Eine Auffrischung kann vier Wochen nach der Grundimmunisierung erfolgen.

Auffrischungsimpfung für alle? Das sagt Jens Spahn

Bayern startete als eines der ersten Bundesländer mit Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen. „In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten“, betonte der Minister. Die Auffrischungsimpfungen sollen vorwiegend in Arztpraxen verabreicht werden. Virologe Christian Drosten vertritt eine andere Meinung. Wie die Bild-Zeitung berichtete, sei laut dem Charité-Chefvirologen eine Auffrischung für die meisten Personen unnötig.

WHO: Impfstoff zunächst an ärmere Länder spenden

In der Woche zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefordert, zunächst Impfstoff an ärmere Länder zu spenden, ehe es zu Drittimpfungen kommt. Spahns Reaktion darauf: „Mein Ziel ist beides: Auffrischimpfungen gewährleisten und den ärmeren Staaten Impfstoff spenden.“ Deutschland spende bereits ausstehende AstraZeneca-Liederungen an die internationale Impfstoffinitiative Covax. Ein weiteres Argument, das Spahn entgegenbringt: „Außerdem wird auf der ganzen Welt die Produktion von mRNA-Impfstoffen hochgefahren. Wir werden die Zeit erleben, da Corona-Impfstoff weltweit im Überfluss vorhanden ist.“

Impfauffrischung: 4. Welle

Die vierte Welle der Corona-Pandemie hatte nach Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im August begonnen. Der Anteil der positiven Proben unter den PCR-Labortests sei innerhalb einer Woche von vier auf sechs Prozent gestiegen, hieß es im Wochenbericht Mitte August des Instituts vom Donnerstagabend. Betroffen sind vor allem jüngere Personen.

Video: Impfschutz bei Johnson & Johnson «ungenügend»

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