16. Februar 2021
Covid-Finger sind mögliche Folge einer Coronainfektion

Covid-Finger sind mögliche Folge einer Coronainfektion

Es werden immer mehr mögliche Spätfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Nun wurde bekannt, dass einer Covid-Patientin in Italien drei Finger amputiert werden mussten. Doch worum handelt es sich bei den sogenannten Covid-Fingern eigentlich genau?

Schmerzende Finger
© iStock/sanjagrujic
Die Covid-Finger sind eine von vielen Folgeerkrankungen, die nach einer Coronainfektion auftreten können.

Viele Spätfolgen einer Coronainfektion sind bereits bekannt. Dazu zählen zum einen körperliche Symptome wie Gelenkschmerzen oder Herzprobleme, zum anderen aber auch Beschwerden wie Konzentrationsprobleme oder Müdigkeit. Neben der Zahl der Genesenen steigt auch die Zahl der Betroffenen mit Spätfolgen und immer mehr Folgeerscheinungen werden bekannt.

Covid-Finger: mögliche Folge einer Coronainfektion

Dass eine Coronainfektion auch Einfluss auf die Blutgefäße haben und beispielsweise Thrombosen auslösen kann, ist mittlerweile bekannt. Experten sprechen nun von den sogenannten Corona- oder auch Covid-Fingern. Der Ausdruck lässt sich auf einen Corona-Fall in Italien zurückführen, bei dem einer betroffenen Frau als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus drei Finger amputiert werden mussten. Die Finger der 86-Jährigen konnten nicht mehr richtig durchblutet werden, da die Coronaviren die Blutgefäße angegriffen hatten. Infolgedessen färbten sich drei der Finger schwarz und mussten entfernt werden. Experten vermuten, dass die Schäden an den Gefäßen als Folge einer Immunreaktion auftreten, bei der gesundes Gewebe angegriffen wird.

Amputation in Italien kein Einzelfall

Das Phänomen der Covid-Finger trat bereits im letzten Jahr auf. Im Sommer berichteten amerikanische Medien von einem Mann, dem infolge einer Coronainfektion Finger amputiert werden mussten.

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