21. Januar 2021
Corona-Studie: Sprechen verbreitet Viren genauso wie Husten

Corona-Studie: Sprechen verbreitet Viren genauso wie Husten

In geschlossenen Räumen ist die Corona-Ansteckungsgefahr deutlich höher. Einer Studie zufolge verbreiten sich nicht nur beim Husten, sondern auch schon beim Sprechen gefährliche Aerosole.

Personen unterhalten sich
© Polina Zimmerman/pexels

Aerosole entstehen beim Atmen, Husten, Niesen und auch beim Sprechen und sind bekannt dafür, dass sie neben Tröpfchen das Coronavirus übertragen können. Größere Tröpfchen bleiben kürzer in der Luft – im Gegensatz zu kleinen Partikeln, die sich noch stundenlang in der Luft in geschlossenen Räumen befinden können.

Ansteckung: Sprechen gefährlicher als Husten

Wie der Guardian berichtete, fand nun ein britisches Forscherteam um Strömungsmechaniker Pedro Magalhães de Oliveira der Universität in Cambridge heraus, dass es genauso gefährlich ist, mit einem Infizierten zu sprechen, wie wenn dieser hustet. Schon 30 Sekunden Sprechen reichen aus, dass mehr Aerosole entstehen als bei einem kurzen Husten. Laut den Wissenschaftlern erreichen durch die feineren Partikel, die beim Sprechen entstehen, mehr infektiöse Partikel Personen in unmittelbarer Umgebung, was eine Corona-Infektion auslösen kann.

Deshalb ist umso entscheidender, dass in geschlossenen Räumlichkeiten regelmäßig gelüftet werden muss, so de Oliveira im Gespräch mit dem Guardian. Ein häufiger Luftaustausch sorgt dafür, dass das Ansteckungsrisiko deutlich reduziert werden kann. Jedoch gibt es noch weitere entscheidende Faktoren, die eine mögliche Infektion beeinflussen. Dazu zählen die Aufenthaltsdauer, Raumgröße oder das Tragen von Masken.

Um das potenzielle Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen bestimmen zu können, hat nun das Forscherteam einen Rechner entwickelt, um das Ansteckungsgefahr in Innenbereich ermitteln zu können.

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