23. Februar 2021
Corona: Kinderkrankheit PIMS breitet sich aus

Corona: Immer mehr Kinder leiden an schwerer Krankheit PIMS

Mittlerweile sind viele mögliche Spätfolgen und Folgeerkrankungen einer Infektion mit dem Coronavirus bei Erwachsenen bekannt. Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist mild. Nun treten bei erkrankten Kindern immer mehr Fälle der schweren Kinderkrankheit PIMS auf.

Bei den meisten Kindern verläuft eine Corona-Infektion mild und es treten keine oder nur leichte Krankheitssymptome auf. In wenigen Fällen kann es jedoch zu einer Entzündungsreaktion kommen. Das PIMS-Syndrom steht für Paediatric Inflammatory Multisystem Syndrome und beschreibt ein, bei Kindern auftretendes, Multi-Entzündungssyndrom. Es wird angenommen, dass das Entzündungssyndrom als Reaktion des Körpers auf Viren auftritt. Laut Forschern des Imperial College in London zählen Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall zu den häufigsten Symptomen. Bei mehr als der Hälfte der Kinder traten zudem Hautausschläge, Bindehautentzündungen oder Herzprobleme auf.

PIMS-Syndrom als Folge einer Corona-Infektion

Mittlerweile sind 168 Fälle des PIMS-Syndroms in Deutschland erfasst worden. Der Großteil der Fälle trat in Bundesländern mit hohen Corona-Infektionszahlen auf. Gegenüber n-tv.de gibt Jakob Armann von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Dresden an: „Die Fälle folgen ganz klar den Infektionswellen in Deutschland". Einer britischen Studie zufolge erkrankt im Schnitt eins von 5000 Kindern mit einer Corona-Infektion auch am PIMS-Syndrom – die Krankheit kommt also nur selten vor.

PIMS-Syndrom: In Deutschland bisher keine Todesfälle

Der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) zufolge sind in Deutschland bereits 195 Fälle aufgetreten (Stand: 22.02.21). Die Krankheit soll laut Experten zwei bis vier Wochen nach der Coronainfektion auftreten.

Bei PIMS handelt es sich um eine äußerst schwere Erkrankung, bei der mehr als die Hälfte der Kinder auf der Intensivstation behandelt werden muss. Bei dem Großteil der Betroffenen schlägt die Behandlung jedoch gut an, sodass mit keinen Folgeschäden zu rechnen ist.

 

Quellen: n-tv.de, mdr.de

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