21. Juni 2021
Corona-Infektion trotz Impfung: Wer besonders gefährdet ist

Corona-Infektion trotz Impfung: Wer besonders gefährdet ist

Immer mehr Menschen in Deutschland werden gegen das Coronavirus geimpft. Doch auch, wenn die Vakzine einen wirksamen Schutz bieten, bleibt ein Restrisiko trotz einer Impfung eine Corona-Infektion zu bekommen. Wir erklären, wer besonders gefährdet ist.

Immer mehr Menschen werden in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Die verschiedenen Vakzine erfüllen eine wichtige Aufgabe bei der Eindämmung der Corona-Pandemie und bieten einen hohen Schutz. Die Wirksamkeit der Impfstoffe wird bei Biontech/Pfizer mit 95 Prozent, bei Moderna mit 90 Prozent, bei Astrazeneca mit 76 Prozent und bei Johnson & Johnson mit circa 67 Prozent angegeben. Trotz der hohen Wirksamkeit geht die Ständige Impfkommission (Stiko) davon aus, dass etliche vollständig Geimpfte keinen ausreichenden Schutz aufgebaut haben. Doch wer ist davon besonders betroffen?

Corona-Impfung: Wie hoch ist das Risiko sich trotzdem anzustecken?

Bei der Wirksamkeit der Impfstoffe spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Ausschlaggebend sind zum großen Teil der zeitliche Abstand von erster und zweiter Impfung sowie das Immunsystem der Person, die geimpft wird. Bei Menschen mit einem schlechteren Immunsystem wirken die Vakzine weniger gut als bei Menschen mit einem intakten Immunsystem. Allgemein ist die Wahrscheinlichkeit sich trotz Impfung anzustecken allerdings sehr gering. 

Corona-Infektion trotz Impfung: Wer besonders gefährdet ist

Da die Wirksamkeit des Impfstoffes vom Immunsystem abhängt, können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem einen geringeren Schutz aufbauen. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gab Thomas Mertens, der Vorsitzende der Stiko an: "Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen." In diesem Fall falle die Immunantwort schlechter oder ganz aus. Das betrifft beispielsweise Menschen nach einer Organtransplantation oder Krebspatienten. Auch Menschen mit Rheuma könnten laut Mertens betroffen sein. Wie viele Menschen betroffen sind, könne man seiner Meinung nach noch nicht abschätzen – man müsse jedoch davon ausgehen, "dass es nicht nur Einzelfälle sind."

Auch ältere Menschen sind betroffen

Nach Corona-Ausbrüchen bei Geimpften in Altenheimen belegte eine Studie der Berliner Charité nun zwar die Wirksamkeit der Corona-Impfungen, jedoch auch, dass die Immunantwort bei älteren Menschen verzögert und geringer ausfallen kann. Das liegt daran, dass das Immunsystem bei jüngeren Menschen schneller reagiert.

Auch interessant: An diesen Symptomen erkennen Geimpfte eine Corona-Infektion>>

Schlechtere Schutzwirkung bei Menschen mit Adipositas 

Eine italienische Studie ergab zudem, dass Menschen mit Adipositas eine geringere Impfwirkung haben können als diejenigen mit einem Normalgewicht. Ein schwächerer Impfschutz ist bei der Erkrankung laut Studie schon von anderen Impfungen bekannt.

Quellen: Robert Koch Institut, sueddeutsche.de

Video: Stiko – einige Menschen trotz Corona-Impfung ohne vollständigen Schutz

Lade weitere Inhalte ...