26. April 2021
Corona-Impfung: Was tun bei Nebenwirkungen?

Corona-Impfung: Was Geimpfte bei Nebenwirkungen tun sollten

Die Corona-Impfungen leisten einen wichtigen Teil zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Nach der Impfung können jedoch auch Nebenwirkungen auftreten. Wir erklären, was Geimpfte bei Nebenwirkungen tun sollten.

Corona-Impfung: Was Geimpfte bei Nebenwirkungen tun sollten

Impfreaktionen nach einer Corona-Impfung sind, wie bei anderen Impfungen auch, normal und zeigen eine Immunreaktion des Körpers. Nach der Impfung können deshalb Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie Schmerzen an der Einstichstelle auftreten. Bei ungewöhnlichen oder lange anhaltenden Nebenwirkungen sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen.

Laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sind bei Covid-19-Impfstoffen, wie bei jedem neu zugelassenen Arzneimittel, Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Deshalb empfiehlt der Verband Geimpften mögliche Nebenwirkungen zu melden. Besonders, wenn es sich bei den Nebenwirkungen um ungewöhnliche Körperreaktionen handelt, sollten diese entweder bei einer Apotheke vor Ort oder direkt beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland für die Überwachung von Impfstoffen zuständig ist, gemeldet werden. Hierbei haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie melden die Nebenwirkungen über die verfügbare APP SafeVac 2.0 oder hier über Ihren Internetbrowser. Gabriele Regina Overwiening, die Präsidentin der ABDA, betont jedoch, dass die zugelassenen Impfstoffe umfassend geprüft wurden und unsere stärkste Waffe im Kampf gegen die Pandemie sind. Sie sagt: "Apothekerinnen und Apotheker befürworten deshalb die Corona-Impfung und beraten ihre Patienten entsprechend."

Schnelles Handeln bei starken Nebenwirkungen

Nach dem Auftreten von seltenen Hirnvenenthrombosen nach Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca, wird eine Impfung nun nur noch für Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren empfohlen, da diese nicht zur Risikogruppe gehören. Mittlerweile sind in den USA auch wenige Thrombose-Fälle nach Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson aufgetreten, weshalb der Impfstoff vorerst nicht in die EU geliefert wird. Nun fragen sich viele Menschen, ob nach einer Corona-Impfung generell ein erhöhtes Thrombose-Risiko besteht. Auch, wenn es sich um eine sehr seltene Nebenwirkung handelt, sollte man nach einer Impfung auf mögliche Anzeichen achten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt auf seiner Internetpräsenz nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff bei anhaltenden Nebenwirkungen wie starken Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, anhaltenden Bauchschmerzen, neurologischen Symptomen oder punktförmigen Hautblutungen, die wenige Tage nach Impfung auftreten und anhalten "umgehend ärztliche Hilfe" aufzusuchen. Auch Ärzt:innen sollten laut RKI auf Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie in Kombination mit einer Thrombopenie achten, wenn es sich um Patient:innen handelt, die kurz zuvor mit dem Vakzin geimpft wurden. Auch, wenn oben genannte Symptome nach anderen Impfungen auftreten, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

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Quellen: rki.de, abda.de

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