12. Februar 2021
Bundesweite Verstöße bei Impfreihenfolge

Corona-Impfung: Bundesweite Verstöße bei Impfreihenfolge

Eine Recherche der Nachrichtenagentur dpa ergab, dass es bundesweit zahlreiche Verstöße bei der Impfreihenfolge gab. Geimpft wurden unter anderem Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten – Personengruppen, die noch nicht an der Reihe sind und erst zu einem späteren Zeitpunkt Anspruch auf die Corona-Schutzimpfung haben.

Mann wird geimpft
© South_agency/iStock
Bundesweit gab es Verstöße gegen die Impfreihenfolge. Diese besagt, dass zuerst ältere Menschen, Personal aus medizinischen Einrichtungen, Bewohner und Beschäftigte in Senioren- und Altenpflegeheimen geimpft werden sollen.

Es hat offenbar in mindestens neun Bundesländer Verstöße gegen die Impfreihenfolge gegeben. Eine Recherche der Nachrichtenagentur dpa ergab, dass Personen gegen das Coronavirus geimpft wurden, die nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören und dementsprechend noch nicht an der Reihe waren. Geimpft wurden unter anderem Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten. In Niedersachsen wurden der Landrat von Peine und sein Stellvertreter, in Sachsen-Anhalt der Oberbürgermeister von Halle sowie zwei Stadträte und in Bayern der Oberbürgermeister von Donauwörth geimpft. In Sachsen-Anhalt und Sachsen bekamen außerdem Polizisten, in Rheinland-Pfalz Feuerwehrleute und Hamburg Polizisten und Feuerwehrleute die Impfung. In Bremen und Hessen sollen außerdem leitende Angestellte von Krankenhäusern schon die Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

Corona-Impfung: Ältere und gefährdete Menschen haben Vorrang

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz äußerte sich zu diesem Vorfall und forderte eine Bestrafung bei Nichteinhaltung der staatlich festgelegten Reihenfolge der Corona-Impfungen. Diese besagt nämlich, dass zunächst Menschen über 80 Jahren, Personen in medizinischen Einrichtungen sowie Bewohner und Beschäftigte in Senioren- und Altenpflegeheimen als erstes geimpft werden sollen, da diese besonders gefährdet sind und einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Polizisten räumt die Verordnung lediglich eine hohe Priorität ein, Landräte sind nicht gesondert aufgeführt.

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