19. März 2021
AstraZeneca: Ist das der Grund für die Thrombosen?

AstraZeneca: Ist das der Grund für die Thrombosen?

Gestern wurde die Aufhebung des AstraZeneca-Impfstopps bekannt gegeben – ab heute (19.3.) soll wieder mit dem Vakzin geimpft werden. Nun wollen Forscher die Ursache für die Thrombosen herausgefunden haben.

Gestern (18.3.) teilte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) mit, dass sie an ihrer Empfehlung für den AstraZeneca-Impfstoff festhalte. Die EMA stufe das Vakzin weiterhin für "sicher und wirksam" ein und sehe die Vorteile der Verimpfung als wesentlich größer als die Risiken. Zuvor hatte es einen kurzzeitigen Impfstopp gegeben, da einige Fälle von Blutgerinnseln, darunter auch seltene Hirnvenenthrombosen, in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten waren.

AstraZeneca: Ist das der Grund für die Thrombosen?

Greifswalder Forscher wollen nun die Ursache für das Auftreten der Hirnvenenthrombosen nach der Impfung des britisch-schwedischen Impfstoffes herausgefunden haben, wie ndr.de berichtet. Den Forschern zufolge soll die Ursache ein Abwehrmechanismus sein, der durch die Impfung ausgelöst werde. Nach eigenen Angaben hat sich das Forscher-Team unmittelbar nach dem Impfstopp an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gewandt, das in Deutschland für die Zulassung und Überwachung von Impfstoffen zuständig ist. 

Die Untersuchung sechs verschiedener Blutproben von Thrombosepatienten ergab, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) durch den Impfstoff aktiviert wurden. Dieser Vorgang der Blutgerinnung ist im Körper eigentlich ein Schutzmechanismus, damit blutende Wunden verschlossen werden und so nach Verletzungen ein Verbluten verhindert wird. Die Impfung könne diesen Mechanismus in Einzelfällen aktivieren, woraufhin Blutgerinnsel im Gehirn entstehen können.

AstraZeneca: Weitere Blutgerinnsel könnten verhindert werden

Durch die Forschungsergebnisse könnten weitere Thrombosefälle besser behandelt werden. Da der Mechanismus nach der Impfung eindeutig identifiziert worden sei, könne nun ein Wirkstoff verabreicht werden, der gegen die Thrombosen helfe. Die Ergebnisse sollen zeitnah im Wissenschaftsmagazin "The Lancet" veröffentlicht werden.

 

Quellen: ndr.de, zeit.de

Lade weitere Inhalte ...