3. März 2021
AstraZeneca-Impfstoff völlig unbedenklich

AstraZeneca: Warum der Impfstoff völlig unbedenklich ist

Die Bedenken in Bezug auf den AstraZeneca-Impfstoff stellen in Deutschland ein Problem dar, da aus diesem Grund viele Impfdosen unverimpft liegen bleiben. Aber sind die Bedenken überhaupt begründet? Hier erfahren Sie, warum der AstraZeneca-Impfstoff völlig unbedenklich ist.

Deutschland will schneller gegen das Coronavirus impfen. Ein Problem stellen dabei die Bedenken in Bezug auf den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca. In Deutschland bleiben viele Imfpdosen des Impfstoffes AZD1222 unverimpft.

Bisher stehen drei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Der AstraZeneca-Impfstoff wurde von der Universität Oxford entwickelt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna handelt es sich nicht um einen mRNA-Impfstoff, sondern um einen Vektor-basierten Impfstoff. Direkte Vergleichsstudien zwischen den drei Impfstoffen gibt es bisher nicht.

Für wen ist der AstraZeneca-Impfstoff geeignet?

Mit dem Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca werden im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen aktuell nur Personen zwischen 18 und 64 Jahren geimpft. Das liegt daran, dass für die Impfeffektivität von Personen über 64 Jahren bisher nicht ausreichend Daten zur Verfügung stehen. Zulassungsstudien zufolge liegt die Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe von 18 bis 64 Jahren bei 71 Prozent. Da auch zu Schwangerschaft und Stillzeit bisher keine Daten vorliegen, werden Betroffene vorerst nicht geimpft.

Vorbehalte in Bezug auf den AstraZeneca-Impfstoff unbegründet

Nachdem in schwedischen Krankenhäusern Mitarbeiter aufgrund der Nebenwirkungen ausfielen, wurde das Verimpfen von AZD1222 in den betroffenen Regionen vorerst gestoppt. Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Impfung zählen erhöhte Temperaturen, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Erkältungssymptome. Nachdem es ähnliche Fälle in deutschen Krankenhäusern gab, gab es auch hierzulande teilweise Impfstopps. Seither gibt es in Deutschland Bedenken in Bezug auf den Impfstoff.

Impfreaktionen und Nebenwirkungen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und können wenige Tage anhalten. Sie sind die Folge einer Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff und somit vollkommen normal. Auswertungen der Ständige Impfkommission (STIKO) von wissenschaftlichen Daten ergaben, dass akute Nebenwirkungen nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff im Vergleich zur Impfung mit einem mRNA-Impfstoff sogar seltener auftraten. Laut Informationen, die der STIKO vom Hersteller vorlagen, treten Impfreaktionen nach der ersten Impfung häufiger auf als nach der zweiten.

STIKO will Impfempfehlung aktualisieren

Nun bestätigte eine britische Studie, dass der AstraZeneca-Impfstoff genauso effektiv sein soll wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Es handelt sich dabei jedoch noch um vorläufige Daten, die noch nicht von unabhängigen Wissenschaftlern geprüft wurden.

Schon vor dem Bekanntwerden der Studie hatte Thomas Mertens, der Vorsitzende der STIKO angekündigt, die Empfehlung hinsichtlich der Altersgruppe für eine Impfung mit dem AZD1222-Impfstoff zu überdenken.  Künftig solle der Impfstoff auch für ältere Menschen empfohlen werden. Mertens sagte vergangenen Freitag (26.2.) im ZDF-"heute journal", dass es sehr bald zu einer neuen Empfehlung kommen werde. Laut Mertens sei das Ganze "irgendwie schlecht gelaufen". Er betonte jedoch auch, dass die STIKO nie den Impfstoff an sich kritisiert hätte.

Quellen: rki.de, infektionsschutz.de, tagesschau.de

Lade weitere Inhalte ...