Studie Wie ein verschwitztes T-Shirt beruhigend und stresslindernd wirken kann

Schwitzen ist für die meisten Menschen unangenehm – für den Körper jedoch überlebenswichtig. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Schweiß nicht nur vor Überhitzung schützt, sondern auch beruhigen kann. 

T-Shirt_Frau_Mann

Schwitzen ist überlebenswichtig, auch wenn sich viele Menschen häufig für nasse Hände oder dunkle Flecken unter den Armen schämen. Gründe dafür gibt es eigentlich keine, schließlich schwitzt jeder Mensch, um seinen Körper abzukühlen, damit er bei Anstrengung nicht überhitzt. Sowohl bei Stress als auch bei Nervosität oder gar im Schlaf macht sich Schweiß bemerkbar. 

Schweiß: Unangenehm für den einen, beruhigend für den anderen

Schweiß besteht in der Regel zu 99 Prozent aus Wasser. Der Rest sind Aminosäuren, Harnstoff und Salze. Während mancher Schweißgeruch unangenehm und beißend in der Nase liegt, kann ein anderer Geruch hingegen als wohltuend und beruhigend eingestuft werden. Bei einem Versuch mit 96 heterosexuellen Paaren, von dem im Journal of Personality and Social Psychology berichtet wird, wurde folgendes herausgefunden: Die Männer im Experiment bekamen ein T-Shirt, welches sie 24 Stunden trugen. Ihre Frauen bekamen im Anschluss das Shirt ihres Mannes, das eines Fremden und ein frisch gewaschenes, um daran zu riechen. Anschließend unterzogen sie sich einem Stresstest.

Weniger Stresshormone, mehr Gelassenheit

Das Ergebnis des Versuchs war eindeutig: Die Probandinnen, die am T-Shirt ihres Partners gerochen hatten, wiesen im Blut ein niedrigeres Level des Stresshormons Cortisol auf, als die Frauen, die an einem unbekannten oder dem frisch gewaschenem Shirt rochen. Die Wissenschaftler schließen darauf, dass der Geruch des Partners Stress reduzieren kann, auch wenn dieser körperlich gar nicht anwesend ist. 

Datum: 15.06.2020

Autor: Christina Liersch