Sieht aus wie Fleisch, ist aber keins Vegane Burger sind der neueste Trend

Vegetarisch und vegan ist in aller Munde. Mittlerweile gibt es sogar schon vegane Würstchen und Aufstriche. Jetzt kommt aus den USA der nächste Trend: vegane Burger-Patties aus Erbsenprotein. Wir verraten, was es mit dem Hype auf sich hat und wo es die Patties zu kaufen gibt.

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Der Markt der veganen Produkte und Fleischalternativen platzt aus allen Nähten. Die Nachfrage wächst stetig, sodass Konzerne neue Strategien entwickeln müssen, um mithalten zu können. Denn nicht nur Vegetarier und Veganer setzen auf Ersatzprodukte. Auch Fleischesser reduzieren merklich ihren Fleischverbrauch und steigen auf Alternativen um, da sie besser für das Klima sind und das Tierwohl fördern. Erinnern die anfänglichen Produkte der veganen Welle noch an geschmacklose, zähe Produkte, sehen sie heute echtem Fleisch zum Verwechseln ähnlich. Und schmecken auch so. Neben Ersatz für Wurst und Aufschnitt, kommt jetzt der Beyond Meat Burger-Patty aus den USA nach Deutschland. Ab dem 29. Mai wird es den Zweierpack Burgerpatties bei Lidl für 4,99 Euro geben! 

Was macht das Burger-Patty so besonders?

Das Patty besteht aus Erbsenprotein. Die Konsistenz und Farbe erinnert an echtes Fleisch, da das Protein mit Rote Bete eingefärbt wird. Das Patty komplett vegan.

Was kann Erbsenprotein?

Erbsenprotein ist pflanzliches Eiweiß, welches aus gelben Schälerbsen hergestellt wird. Diese Erbsensorte wird hauptsächlich in Kanada und China angebaut. In Kombination mit Reisprotein besitzt es eine sehr gutes Aminosäure-Profil, sowie eine hohe biologische Wertigkeit. Erbsenprotein ist frei von Cholesterin, Laktose, Milcheiweiß, Gluten, Ei und Soja. Es ist hypoallergen, sodass es auch für Allergiker geeignet ist. 

Für wen ist Erbsenprotein geeignet?
Protein ist für jeden Menschen wichtig, da alles im Körper aus Aminosäuren gebaut ist. Es eignet sich daher für jeden, der über die normale Ernährung zu wenig Eiweiß zu sich nimmt, aber auch für Personen mit erhöhtem Eiweißbedarf, z.B. Sportler oder ältere Menschen.

Wie gesund ist das Burger-Patty?

Ein Burger-Patty wiegt im Schnitt 113 Gramm. Mit 17,7 g Eiweiß auf 100 Gramm liegt der Eiweißgehalt über dem Durchschnitt eines normalen Burger-Patties. 

Nährwerte auf 100 Gramm

  • Kalorien: 239 Kilokalorien
  • Protein: 17,7  Gramm
  • Kohlenhydrate: 1,8 Gramm
  • Fett: 17,7 Gramm
  • Ballaststoffe: 2,8 gramm
Der Fettgehalt blickt hier negativ hervor, jedoch braucht es diesen Fettanteil, damit das Patty dem Fleisch sehr nah kommt. Positiv ist jedoch, dass das Patty ohne Gentechnik, Antibiotika und Hormone auskommt.

Klimaschutz

Tatsächlich verbraucht das Pattie 99 Prozent weniger Wasser und 93 Prozent weniger Land als im Vergleich zu einem Pattie aus Fleisch. Während in der Fleischproduktion der Regenwald für Plantagen und Futtermittel gerodet wird, wachsen die Erbsen auf Böden, welche wenig mineralischen Dünger benötigen. Nebenbei binden Sie Stickstoff aus der Umwelt. Ebenso wird industrielles Fleisch häufig mit Antibiotika, Hormonen und negativem Stress für die Tiere in Verbindung gebracht. Er ehtische Aspekt spielt also eine große Rolle. Problematisch ist nur der Herstellungsort des Patties: aus den USA werden sie mit dem Schiff nach Europa gebracht. 

Und Weiderinder?
Tatsächlich gibt es auch Fleisch, welches die Umwelt wenig bzw. gar nicht belastet. Weiderinder z.B. fressen hauptsächlich Gras und stehen fast das ganze Jahr auf der Weide. Die Weiden binden CO2 und wandeln dies wieder in Sauerstoff um.

Autor: Christina Liersch