Fleckfieber in Deutschland Mann wird von Hylomma-Zecke gebissen und erkrankt an Fleckfieber

Im Süden Deutschlands wurde erstmals ein Mensch von der tropischen Riesenzecke Hyalomma gebissen, welcher darauf hin an Fleckfieber erkrankte.

Zecke

Erstmals ist in Deutschland ein Mensch durch einen Biss der tropischen Hylommazecke an Fleckfieber erkrankt. Der Mann wurde im Raum Siegen gebissen. Die Universität Hohenheim bei Stuttgart teilte darauf hin am Mittwoch mit, dass in der Zecke der Erreger für das Fleckfieber gefunden wurde. Der Betroffene konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. 

Die Parasitologin der Universität Hohenheim, Ute Mackenstedt, sei sich nun sicher, dass die Zecke auch auf den Menschen übergehe. Der Deutschen Presseagentur sagte sie, dass dadurch nun auch das Zecken-Fleckfieber übertragen werden kann.

Symptome des Fleckfiebers

  • Hautausschlag
  • hohes Fieber und Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • extreme Gelenkschmerzen
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Typisch für Fleckfieber sind hohes Fieber und Hautausschlag. Das Fieber steigt dabei in den ersten zwei Tagen schnell auf 41° C an, häufig von Schüttelfrost begleitet. Das Fieber hält sich anschließend zehn Tage, bevor die Entfieberung mit vier bis fünf Tagen beginnt.
 
Der Hautausschlag zeigt sich am vierten bis siebten Tag. Er beginnt am Rumpf und breitet sich schnell auf die Arme und Beine aus, während Gesicht, Hand- und Fußflächen nicht betroffen sind. Der Ausschlag ist gekennzeichnet durch Flecke in hochrot, lila und rosa. Zusätzlich kommt es zu Hautblutungen.
 
Das Fleckfieber kann ebenfalls mit Unruhe, zitternden Händen, Sprachstörungen und Bewusstseinsstörungen einhergehen. Außerdem kann das Fieber durch andere Bakterien zu einer Sekundärinfektion führen. Am häufigsten wurden Hirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung (Pneunomie) und Herzmuskelentzündung (Myokraditis) beobachtet.

Behandlung des Fleckfiebers

Das Fieber wird mit Antibiotika behandelt. Am besten stehen die Heilungschancen, wenn frühstmöglich mit der Therapie begonnen wird. Zusätzlich ist es wichtig, dass beim Patienten auf den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt geachtet wird. Mögliche Sekundärinfektionen müssen ebenfalls behandelt werden.