Zahnpasta im Test "Mangelhaft" – acht Zahnpasten bei Stiftung Warentest durchgefallen

Hält eine Zahnpasta, was sie verspricht? Im aktuellen Zahnpasta-Test hat die Stiftung Warentest einmal genauer auf die Inhaltsstoffe einzelner Pasten geschaut und sie auf ihre Wirksamkeit untersucht. Das Ergebnis? Könnte überraschender nicht sein!

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Eine gute Zahnpasta sollte nicht nur für einen frischen Atem und strahlend weiße Zähne sorgen, sondern vor allem auch einen zuverlässigen Schutz vor Karies gewährleisten. Umso überraschender, dass im großen Zahnpasta-Test von Stiftung Warentest acht von 21 Pasten wegen schlechter Kariesprophylaxe durchgefallen sind.

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Diese drei Typen von Zahnpasta gibt es

Stehen Sie vor dem Zahnpasta-Regal, haben Sie meist drei Typen von Zahnpasta zur Auswahl. Universal-Zahnpasta, Sensitiv-Zahnpasta sowie Zahnpasta mit Weiß­auslobung. Universal-Zahnpasten bieten sozusagen die Stan­dard­versorgung für normale Zähne. Sie versprechen meist positive Effekte für Zähne und Zahn­fleisch und vor allem Schutz vor Karies. Dabei ganz entscheidend ist deshalb der Wirk­stoff Fluorid, der Karies erwiesenermaßen vorbeugt. Sensitiv-Zahnpasten hingegen richten sich speziell an Menschen mit empfindlichen Zähnen. Daher sollten Sie besonders sanft sein und einen nied­rigen bis sehr nied­rigen Abrieb haben. Als Weißmacher-Zahnpasten gelten all diejenigen Zahncremes, die Hoffnung auf weißere Zähne machen.

Achtmal mangelhaft für Universal-Zahnpasten

Universal-Zahnpasten gelten mit ihren vielen Talenten sozusagen als die Allrounder unter den Zahnpasten. Ihre wichtigste Funktion: der Schutz vor Karies. Dieser wird vor allem durch den Inhaltsstoff Fluorid gewährleistet, weshalb Zahnpasten eine möglichst hohe Konzentration davon enthalten sollten. Dass jedoch oftmals viel zu wenig von diesem Spurenelement in Zahncreme steckt, hat nun die Untersuchung der Stiftung Warentest gezeigt:

Ganze acht von 21 Zahnpasten sind wegen einer schlechten Kariesprophylaxe mit "mangelhaft" durchgefallen. Darunter auch teure (Bio-)Produkte wie die "Minze Zahncreme forte" von Dr. Hauschka, die "Droste Laux Zahncreme mit Dreikönigs-Gaben" oder die "Complete Care Fluoridfrei" von Lavera. 

Nur sieben Cremes wurden mit "sehr gut" bewertet. Hierzu zählen zum Beispiel die "Total plus gesunde Frische" von Colgate und die "Rundumschutz-Zahncreme mit Fluorid" von Logodent. Mit der "Eurodent Kräuter 3-fach-Vorsorge" von Aldi Süd und der "Eurodent Kräuter Kariesschutz" von Aldi Nord sind auch zwei preiswerte Marken unter den Spitzenreitern.

Was bewirkt Flourid?

Karies wird durch Plaque, also durch bakterielle Zahnbeläge, verursacht. Diese Plaque-Bakterien ernähren sich in der Regel vom Zucker aus unserer Nahrung. Dabei bilden sie Säuren, die Mineralien aus dem Zahn­schmelz lösen und ihn somit schädigen. Eine fluoridhaltige Zahnpasta wirkt dem entgegen. Fluorid hilft der Zahn­oberfläche nämlich dabei, Mineralien zurück­zugeben. Zudem macht es die Zähne widerstands­fähiger gegen Säuren, wodurch Karies vorgebeugt wird. Besonders gut für die Karies­prophylaxe geeignet sind vor allem Zahnpasten mit Aminfluorid, Zinn­fluorid oder mit Natrium­fluorid. Hier können Sie die von der Stiftung Warentest getesteten Zahnpasten gezielt nach der Art des Flourids filtern >> Zahnpasten, die ganz bewusst auf Fluorid verzichten, wurden mit mangelhaft bewertet.

Datum: 02.10.2020
Autorin: Lara Rygielski