Tipps gegen das Zucken Ursachen und Behandlung bei Augenzucken

Damit das Auge nicht austrocknet, schließt sich das Lid rund alle fünf Sekunden automatisch und verteilt so die Feuchtigkeit. Doch manchmal kann das Augenlid zu zucken beginnen. Wir erklären, was dahinter steckt und wie Sie das Zucken wieder loswerden.

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Augenzucken ist tatsächlich keine Einbildung, sondern bei Medizinern als unwillkürliche Muskelzuckung bekannt. Ausgelöst wird das Zucken am oberen oder unteren Augenlid durch einen ringförmigen Muskel, der für den Lidschluss verantwortlich ist. Diese Störung ist eine Art Krampf, welcher sich in Flattern, Zucken oder Zittern äußert. Auf Dauer kann das jedoch ziemlich nervig werden.

Ursachen von Augenzucken

  1. Alkohol & Nikotin
    Auf die Nerven wirkt sich ein hoher Alkoholkonsum negativ aus. Das Nervengift strapaziert diese enorm, sodass es bei häufigerem Alkoholkonsum zu Augenzucken kommen kann. Genau so verhält es sich mit Nikotin aus Zigaretten.
     
  2. Magnesium- und Vitamin-B-Mangel
    Ist das Gleichgewicht zwischen Magnesium und Kalium im Körper gestört, sodass wenig Magnesium vorhanden ist, kann es zu Augenzucken kommen. Magnesium sorgt bei ausgeglichener Konzentration im Körper dafür, dass sich die Muskeln entspannen können. Auch ein Mangel an B-Vitaminen kann zu Schwäche und Zittern führen, da die Nervenfunktion beeinträchtigt ist.
     
  3. Schlafmangel & müde Augen
    Bekommen die Muskeln um das Auge herum zu wenig Erholung, z.B. durch zu wenig Schlaf und zu viel Arbeit vor dem Computer, kann das zu Augenzucken führen. Auch eine Sehschwäche oder eine falsche Brille können das Flattern auslösen.
     
  4. Stress
    Stehen Sie unter Stress, produziert der Körper die Hormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin, welche zu Muskelanspannung führen. Auch dadurch kann Zittern entstehen.
     
  5. Koffein
    Zu viel Koffein kann dazu führen, dass die Muskeln am Auge unter Spannung stehen und zucken.

Augenzucken als Krankheitssymptom

Neben den fünf genannten Möglichkeiten kann Augenzucken auch auf eine ernsthafte Krankheit hinweisen, wie etwa Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion oder Neuropathie. Wird das Zucken nicht besser und hält sich über einen längeren Zeitraum, sollten Sie das von einem Arzt abklären lassen. Dieser kann auch einen Magnesiummangel feststellen, welcher ebenfalls auf Krankheiten schließen lässt.

Was kann ich gegen Augenzucken tun?

  • Das Auge mit einem Kühlpack oder Eiswürfel kühlen.
  • Ausgiebiges Gähnen entspannt die Augenmuskulatur.
  • Magnesium einnehmen: Fragen Sie in der Apotheke nach einem Magnesiumpräparat und achten Sie auf Ihre Ernährung. Magnesium steckt z.B. in Nüssen, Haferflocken, Vollkorn und Hülsenfrüchten.
  • Um einen Vitamin-B-Mangel auszugleichen, sollte regelmäßig Hühnerei und Fleisch, am besten Bio,  auf den Tisch kommen. 
  • Ruhen Sie sich regelmäßig aus und entspannen Sie. Schlafen Sie mehr. Baldrian, Hopfen und Passionsblume beruhigen und fördern den Schlaf.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkohol- und Nikotinkonsum, damit die Nervengifte im Körper abgebaut werden.

Autor: Christina Liersch