Digital Aging Lässt uns blaues Licht schneller altern?

Heutzutage sind wir mehr denn je dem blauen Licht unserer technischen Geräte ausgesetzt. Doch was ist dran am sogenannten Digital Aging? Lässt uns blaues Licht wirklich schneller altern?

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Im Job sitzen wir häufig acht Stunden lang vor dem Bildschirm. Kaum haben wir Feierabend, wird auch schon das Smartphone gezückt und meist nicht mehr aus der Hand gelegt, bis wir uns schlafen legen. Der erste Blick am Morgen? Gilt in den meisten Fällen wieder unserem Smartphone. So geht es immer weiter, Tag für Tag. Was jedoch die wenigsten von uns wissen: Wer sich stundenlang dem blauen Licht von Bildschirmen aussetzt, schadet seiner Gesundheit!

Lässt uns blaues Licht schneller altern?

Geräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop sind mit Bildschirmen ausgestattet, die HEV-Strahlen (HEV: high-energy visible) aussenden. Dieses künstlich induzierte Licht dringt noch tiefer in die Haut ein als UV-Strahlung. Die Folge: Digital Aging, das fahle Haut, Falten, Pigmentflecken und andere vorzeitige Alterserscheinungen zur Folge haben kann. Außerdem greift blaues Licht unsere Hautschutzbarriere an, was es anderen schädlichen Stoffe vereinfacht, in unsere Haut einzudringen. Und damit noch nicht genug: Auch unsere Augen werden durch das blaue Licht geschädigt.

Digital Aging: Das ist die Ursache

Tatsächlich sind es die freien Radikale, die durch das blaue Licht gebildet werden und uns im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen lassen. Bei den freien Radikalen handelt es sich um unkontrollierte Sauerstoffmoleküle, denen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt – bei ihrer Suche danach, schädigen sie die Hautzellen, wodurch diese nicht mehr in der Lage sind, Wasser zu speichern und flexibles Bindegewebe zu bilden. Die Folge: Unsere Haut trocknet aus, wird faltig und beginnt schneller zu altern. Auch Akne oder Pigmentstörungen können damit einhergehen.

So kann man sich vor dem blauen Licht schützen

Wer viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, sollte beginnen, sich aktiv vor den blauen Strahlen zu schützen. Wir verraten, wie man die schädliche Wirkung etwas abmildern kann:

  • Die meisten Smartphones verfügen bereits über einen sogenannten "Blaulichtfilter"  – diesen unbedingt unter den Displayeinstellungen aktivieren!
  • Viele Laptops können in den Nachtmodus wechseln, was mit einer wärmeren Bildschirmbeleuchtung einhergeht. Sollte dies nicht möglich sein, helfen Blaulichtfilter-Folien, die auf dem Bildschirm angebracht werden können.
  • Ganz wichtig: Pausen! Auch unsere Augen freuen sich, wenn sie mal eine Auszeit vom Bildschirmgeflimmer bekommen. Wer im Job viel vor dem Bildschirm sitzt, tut sich in seiner Freizeit etwas Gutes, wenn er das Smartphone einfach mal beiseitelegt. 
  • Zudem sollte man die natürliche Schutzbarriere der Haut mit einer Feuchtigkeitspflege stärken.
 

Datum: 27.04.2020

Autor: Lara Rygielski

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