Infektionsgefahr Was Sie über das Virus wissen sollten!

In mehreren Regionen kann man sich mit dem Hantavirus anstecken. Laut des Robert-Koch-Instituts Berlin sollen dieses Jahr überdurchschnittlich viele Menschen daran erkranken. Lesen Sie hier, wie Sie sich schützen!

Rötelmaus

Woher kommen die Erreger?

Dort, wo Rötelmäuse sich wohlfühlen, lauter auch das Hantavirus. Zu finden ist die kleine Maus in Buchen- und Mischwäldern, waldnahen Hecken und Sträuchern, sowie in Flussnähe, Gärten und stäubigen Scheunen und Schuppen. 
Über den Urin, Kot und Speichel scheidet die Rötelmaus das Virus aus. Der zu Staub zerfallene Kot wird beim Aufwirbeln eingeatmet und ist damit eine der Hauptinfektionsquellen. Seien Sie deshalb beim Fegen von Garagen oder Schuppen, sowie im Wald in Grill- und Schutzhütten vorsichtig. 

Welche Teile Deutschlands sind betroffen?

Laut des Robert-Koch-Instituts Berlin wurden seit Januar 2019 rund 460 Fälle des Hantavirus gemeldet. Die Meldungen kamen dabei hauptsächlich aus der Schwäbischen Alb, sowie die Räume um Stuttgart, Osnabrück, Unterfranken, dem Bayerischen Wald, dem Osten Hessens, dem Westen Thürigens und dem Münsterland.
Obwohl das Rekordjahr des Hantavirus 2012 mit 2800 Infektionen war, wird in diesem Jahr eine noch größere Infektionsrate vermutet.

Symptome des Hantavirus

  • Grippeähnliche Symptome:
    • Fieber über 38,5 °C
    • Kopf-, Rücken-, und/oder Gliederschmerzen
    • Übelkeit
    • Erbrechen und Durchfall
    • Schüttelfrost
    • Lichtscheue und Sehstörungen
    • Husten und Rachenröte
  • Beeinträchtigung der Nieren
    • Proteinurie: übermäßiges Ausscheiden von Proteinen über den Urin
    • Hämaurie: Ausscheidung nicht zerfallener Blutkörperchen über den Urin
    • Oligurie: stark verminderte Ausscheidung von Urin
    • Polyurie: krankhafte Vermehrung von Urin
  • Thrombozytopenie: Mangel an Blutplättchen
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2-4 Wochen, in Ausnahmefällen 5 bis 60 Tage!

So schützen Sie sich

Meiden Sie den Kontakt zu den Nagern und ihren Ausscheidungen und halten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen ein, um Mäuse fernzuhalten:

  • Bewahren Sie Lebensmittel unzugänglich auf
  • Tierfutter und Wasser nicht stehen lassen
  • Abfall für Nager unerreichbar machen
  • Essensreste und tierische Abfälle nicht auf den Kompost werfen
  • Eintrittstellen an Hauswänden ausfindig machen und verschließen
  • Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten beseitigen 
Schutz vor den Erregern & Beseitigung der Mäuse:
  • Tote Mäuse beseitigen und die Flächen mit Haushaltsreiniger säubern
  • Gummihandschuhe und eng anliegenden Mundschutz tragen
  • Raum vor der Reiniung 30 Minuten auf Durchzug lüften
  • Aufwirbeln von Mäusekot und Staub vermeiden
  • Mäuse fest verschlossen in einer Tüte im Hausmüll entsorgen
  • Mäusefallen reinigen
  • Nach der Beseitigung gründlich duschen und Haare waschen, sowie Kleidung wechseln und waschen

Autor: Christina Liersch