Sommer genießen trotz Corona Freibadsaison: Wo Freibäder öffnen und welche Hygieneregeln gelten

Nachdem für viele der Sommerurlaub flachfällt, ist der Wunsch bei traumhaftem Wetter nach einem Freibadbesuch umso größer. Sehen Sie in unserer Übersicht, welche Bundesländer ihre Freibäder eröffnen und welche Hygienemaßnahmen bei einem Besuch gelten.

Freibad

Da wir aufgrund der Corona-Krise schon große Einschränkungen in unserem Sommerurlaub hinnehmen müssen, freuen wir uns umso mehr auf die Öffnung der Freibäder. Vor allem jetzt, wo die Temperaturen auf sommerliche Grade klettern, möchten wir das Wetter genießen und uns ins kühle Nass stürzen.

Die Wiedereröffnung der während des aktuell traumhaften Wetters schmerzlich vermissten Freibäder ist allerdings Ländersache. Jedes Bundesland handhabt die Wiedereröffnung der Bäder deshalb anders. Wann und wo öffnen also nun die Freibäder? Und welche Hygienemaßnahmen müssen dort eingehalten werden?

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Übersicht: In diesen Bundesländern dürfen Freibäder wieder öffnen

  • Berlin: Freibäder dürfen seit dem 25. Mai unter Einhaltung der Abstands- und strengen Hygienieregelungen wieder öffnen.
  • Hamburg: Nach Pfingsten, ab dem 2. Juni, dürfen nun auch in Hamburg die Sommerbäder wieder öffnen. Bisher müssen Eintrittskarten allerdings bei Bäderland vorab online gebucht werden. Für Naturbäder gilt die Lockerung aber nicht – denn die Freibäder müssen gechlortes Wasser als Hygienemaßnahme vorweisen.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Öffentliche Freibäder dürfen seit dem 25. Mai ihre Pforten für Badegäste wieder öffnen.
  • Niedersachsen: Freibäder dürfen offiziell seit dem 25. Mai wieder loslegen.
  • Nordrhein-Westfalen: Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen dürfen Freibäder hier bereits seit dem 20. Mai wieder Gäste empfangen.
  • Rheinland-Pfalz: Freibäder dürfen seit dem 27. Mai wieder besucht werden.
  • Sachsen-Anhalt: Seit dem 28. Mai dürfen Freibäder hier für den Publikumsverkehr wieder öffnen.
  • Sachsen: Freibäder sind in Sachsen bereits seit dem 15. Mai befugt, wieder zu öffnen.
  • Thüringen: Freibäder und Badeseen dürfen offiziell unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ab dem 1. Juni wieder besucht werden.

Voraussetzung zur Eröffnung von Freibädern

Jedes Freibad muss ein Hygienekonzept vorlegen und die Möglichkeiten dafür schaffen, dass Abstandsregelungen eingehalten werden können. Stimmt anschließend das Gesundheitsamt dem Vorschlag zu, kann das Bad eröffnen.
Die Wiedereröffnung unterliegt also mehreren Komponenten und bedarf der Zustimmung verschiedener Stellen – liegt also keineswegs einfach nur in der Hand des Betreibers.
Dementsprechend kann es einige Zeit dauern, bis alle Freibäder die Bestimmungen umgesetzt haben und ihre Pforten für Badegäste öffnen können. Informieren Sie sich also unbedingt vorher auf der Webseite des Freibades in Ihrer Nähe, ob das gewünschte Bad bereits Besucher einlässt – unabhängig von der offiziellen Erlaubnis zur Wiedereröffnung für Ihr Bundesland.

Hygieneregeln für Freibadbesuch

Eröffnen dürfen prinzipiell nur Freibäder, die die nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen ermöglichen können. Bereiche, in denen die Besucher nicht mindestens 1,5 m Abstand halten können, müssen geschlossen bleiben.
Wie die Maßnahmen genau umgesetzt werden, wird je nach Freibad individuell festgelegt und von den Kommunen und dem Gesundheitsamt abgesegnet.
Für alle in Betrieb genommenen Bäder gelten jedoch strenge Hygienevorgaben. Darunter fällt, dass das Wasser durch ausreichend Chlor von Keimen befreit wird, sowie Umkleiden und Sanitärbereiche ständig gründlich gereinigt und desinfiziert werden müssen.

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Des Weiteren muss eine Höchstzahl an Gästen für die jeweilige Größe des Freibades festgelegt werden.
An Kassen und Kiosken müssen Mindestabstände eingehalten werden können, Abstandsmarkierungen wie in Supermärkten können hier helfen.
Personen, die Erkältungssymptome zeigen oder sich krank fühlen, dürfen nicht eingelassen werden.

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Keine zusätzliche Ansteckungsgefahr: Virus wird im Wasser verdünnt

Im Wasser und besonders in chlorhaltigem Schimmbadwasser überleben Viren, Bakterien und Keime nicht lange. Zusätzlich verdünnt Wasser das Coronavirus, sodass das Risiko, sich zu infizieren, mehr als gering ist. In Freibädern ist das Infektionsrisiko zusätzlich geringer, da Tröpfchen vom Atmen und Sprechen schneller mit frischer Luft vermischt werden als z. B. in geschlossenen Räumen wie im Supermarkt.

Datum: 02.06.2020

Autor: Christina Liersch

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