Fleischfressende Bakterien Frau stirbt nach Bad in der Ostsee an tödlicher Infektion

In Mecklenburg-Vorpommern kam es an der Ostesee zu einer Infektion mit fleischfressenden Bakterien. Die Frau ist an den Folgen der Infektion gestorben.

Ostseestrand_Rostock_Warnemünde

In Mecklenburg-Vorpommern ist eine ältere Frau nach einem Bad in der Ostsee an den Folgen einer Infektion mit fleischfressenden Bakterien gestorben. Wie die Ostsee-Zeitung mit Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Soziales berichtet, soll die Frau zu einer Gruppe immungeschwächter Menschen gehört haben. 
Laut der Zeitung seien dieses Jahr bereits vier weitere Menschen an den sogenannten Vibrionen erkrankt. Wo genau sich die Erkrankten infizierten, wurde mit Hinweis auf Datenschutz nicht bekannt gegeben.

Was sind Vibrionen?

Fleischfressende Bakterien bzw. Virbrionen sind Stäbchenbakterien, die sich bei warmen Wassertemperaturen ab 20 Grad schnell vermehren. Über kleinste Hautverletzungen und Wunden dringen sie in den Körper ein und können zu schweren Wundinfektionen und Sepsis (Blutvergiftung) führen. Manche Vibrionen können die Faszien im Körper mit Toxinen infizieren, wodurch das Gewebe von Nerven, Muskeln, Fett und Blutgefäße zerstört wird und abstirbt.
Die Bakterien kommen vor allem in Küstengebieten, Tümpeln und Flussmündungen vor. Obwohl die Bakterien recht selten vorkommen, warnen Experten davor, dass sich die Bakterien aufgrund des geringen Salzgehaltes und des Klimawandels an der Ostseeküste ausbreiten können. 

Was sind die Symptome?

  • starke Schmerzen an den betroffenen Stellen
  • Am Infektionsherd wird die Haut bläulich-rot, später bläulich-grau und überwärmt, mit Blasen, die mit hell- bis dunkelroter Flüssigkeit gefüllt sind.
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Übelkeit, Erbrechen