Coronavirus Forscher prüfen Alltagsmasken – diese Maske schützt besonders gut

Alltagsmasken, die infektiöse Viruströpfchen zurückhalten, gibt es in zahlreichen Formen, Farben und Stoffen. Wissenschaftler haben nun untersucht, welche Alltagsmaske Tröpfchen am besten zurückhalten kann.

Stoffmasken

Schutzmasken, ob aus Stoff oder medizinischem Material, sind in der Öffentlichkeit Pflicht. Neben Stoffmasken, ob gekauft oder selbst genäht, sind auch Tücher und Schals zulässig, um den Mund- und Nasenbereich zu bedecken. Wissenschaftler der Florida Atlantic University stellten sich die Frage, welche Art von Maske beim Niesen und Husten am besten die Tröpfchen zurückhält. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt Physics of Fluid.

In ihrem Test untersuchten die Forscher ein Halstuch aus elastischem T-Shirt-Stoff, eine Maske aus einem Stofftaschentuch, eine doppellagige Baumwollmaske und eine nach vorne spitz zulaufende Maske aus dem Handel. Ihr Material wurde nicht näher beschrieben. 

So haben die Forscher getestet

Die Masken wurden an einer Schaufensterpuppe befestigt. Mithilfe einer Pumpe simulierten die Forscher Niesen und Husten. Durch eine Nebelmaschine wurden die Partikel sichtbar. Bei der Auswertung der Ergebnisse erkannten die Wissenschaftler, wie weit die Partikel durch den jeweiligen Stoff geflogen sind. Das Ergebnis war eindeutig:
  1. Die selbstgenähte Baumwollmaske schnitt am besten ab. Durch sie flogen Partikel nur 6,6 Zentimeter weit. Wichtig war, dass der Stoff dicht gewebt undzweilagig ist und die Ränder der Maske gut am Gesicht abschließen bzw. abdichten. Kegelförmige Stoffmasken mit einem Drahtbügel sind optimal.
     
  2. Auf dem zweiten Platz landete die spitz zulaufende, kegelförmige, Maske aus dem Handel, eine sogenannte N95-Maske. Bei ihr flogen die Tröpfchen noch um die 20 Zentimeter weit. Der Grund dafür war, dass die Maske an manchen Stellen undicht war bzw. Tröpfchen an den Seiten vorbeiströmten. Damit der Schutz gegeben ist, muss die Maske mit einem Passformtest an die Gesichtsform angepasst werden, sodass sie an den Rändern mit dem Gesicht abschließt. 
     
  3. Noch schlechter schnitten das Stofftaschentuch und das Halstuch aus T-Shirt-Stoff ab. Die Tröpfchen wurden bei Stofftaschentuch 38 Zentimeter weit geschleudert und beim Halstuch mehr als einen Meter weit. Ohne Schutz waren es 2,4 Meter.
Die Forscher weisen darauf hin, dass das Material und die Konstruktion der Masken dafür verantwortlich ist, wie gut sie die Tröpfchen zurückhalten können. Eine Maske sollte immer gut abschließen und ausgetauscht werden, wenn sie durchfeuchtet ist. 
 

Datum: 03.07.2020

Autor: Christina Liersch

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