Studie Schlaflos durch falsche Ernährung? Das können Sie tun!

Millionen Menschen weltweit leiden unter Schlaflosigkeit. Eine neue Studie aus den USA hat nun Hinweise darauf gefunden, wie sich bestimmte Lebensmittel auf die Schlafqualität auswirken.

Frau ist zu Hause auf dem Sofa und ist müde und krank aufgrund von Schadstoffen
In einer Studie des Vagelos College of Physicians and Surgeons der Columbia University in New York haben Forscher herausgefunden, dass die Ernährung teilweise für Schlaflosigkeit sorgt. 
In ihrem Bericht gaben sie an, dass Frauen nach der Menopause, die sich mit einem hohen Anteil an raffinierten Kohlenhydraten ernähren, eher an Schlaflosigkeit erkranken als Frauen, die höhere Mengen an Gemüse, Ballaststoffen und Früchte zu sich nehmen.

Der Zusammenhang von Ernährung und Schlaf

Da die Studie nicht über einen längeren Zeitraum begleitet wurde, können die Forscher nur mutmaßen, ob ihre These eintrifft. So wird zudem angenomen, dass Personen, die weniger schlafen, auch ein erhöhtes Verlangen nach Süßem haben könnten. Bei früheren Studien über Schlaflosigkeit im Zusammenhang mit Ernährung waren die Ergebnisse uneinheitlich. 

In einer aktuellen Studie jeodch, in der 50.000 Teilnehmerinnen der "Women's Health Initiative" Ernährungstagebücher erstellt haben, untersuchen Forscher, ob bei Frauen, deren Ernährung einen höheren glykämischen Index aufweist, sich eher eine Schlaflosigkeit entwickelt. 

Die Forscher argumentieren, dass raffinierte Kohlenhydrate zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckers führen, wodurch Insulin freigesetzt wird. Fällt der Blutzucker wieder ab, kann das zur Freisetzung der Hormone Adrenalin und Cortisol führen, welche den Schlaf stören können. 

Ernährung und Schlaf: Das können Sie tun

Um die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin am Abend einzudämmen, sollten Sie auf raffinierte Kohlenhydrate größtenteils verzichten und stattdessen zu komplexen Kohlenhydraten, ProteinenGemüse und Obst greifen. Zwar enthalten Früchte auch Zucker, jedoch wird der Fruchtzucker über die Leber verarbeitet, wodurch er den Blutzucker nicht erhöht. Die Glukose in Früchten führt zudem nur zu einem langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels, da Wasser und Ballaststoffe im Obst enthalten sind. 

Datum: 16.12.2019

Autor: Christina Liersch