Gefahr, Meldepflicht und Bekämpfung Eichenprozessionsspinner - Gefahr für Mensch und Tier

Ab Mitte Mai machen es sich die kleinen Raupen wieder in Bäumen und Büschen gemütlich. Worauf Sie bei einem Zusammentreffen mit den kleinen Tieren achten müssen, lesen Sie hier!

Eichenprozessionsspinner

Sie treiben sich ab Mitte Mai zu Scharen in warmen und trockenen Regionen in Bäumen und Büschen herum. Laut der NABU sind sie besonders in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anahlt, Berlin und Nordrhein-Westfalen zu finden. Ein Windstoß genügt und die Raupe verteilt ihre giftigen Härchen in der Luft, die für Mensch und Tier gefährlich werden können. Bis Ende Juni sind die Raupen aktiv. Danach beginnt ihre Verpuppungszeit und sie werden zu Nachtfaltern.

Vorkommen der Eichenprozessionsspinner

Die Schmetterlingsart legt hauptsächlich in Eichen ihre 200 bis 300 Eier ab, die dort überwintern und im Mai schlüpfen. Die Raupen bilden Meter lange Raupennester an Stamm und Astgabelungen. 

Problem der Eichenprozessionsspinner

Die kleinen weißen Härchen der Raupen sind mit Widerhaken ausgestattet, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Werden die Härchen vom Wind verstreut und gelangen auf die Haut, setzen sich die Widerhaken dort fest und geben das Gift frei. Die Folgen sind Juckreiz, Schwellungen und allergische Reaktionen. In schweren Fällen kann das Gift Astmaanfälle hervorrufen. Laut dem niedersächsischen Gesundheitsministerium können die Tiere auch bei Hunden und anderen warmblütigen Tieren diese allergischen Reaktionen hervorrufen. Deshalb gilt: zu den Bäumen Abstand halten. 

Ausschlag vorbeugen

  • Kontakt zu den Raupen und Nestern meiden
  • Schutzkleidung tragen, wenn Sie beruflich in der Nähe von Nestern arbeiten. Auch Schutzbrille und Staubmaske sind empfehlenswert.
  • Regelmäßig duschen, Haare waschen und die Kleidung wechseln
  • Gespinste und Nester nicht allein entfernen, sondern eine Firma beauftragen
  • Gespinste nicht abspritzen oder abflammen. Dadurch werden die Haare nur noch mehr verbreitet.
Hilfe gegen Ausschlag
  • Entzündungshemmende Cremes
  • Medikamente der Gruppe der Antihistaminika

Meldepflicht und Bekämpfung

Finden Sie Bäume oder Büsche mit dem Eichenprozessionsspinner, melden Sie den Befund der entsprechenden Gemeinde pder dem Landkreis. Spezialfirmen kümmern sich um die Bekämpfung der Raupen. Sie saugen die Nester von den Bäumen oder arbeiten mit Biopestiziden, um die Tiere zu beseitigen. 

Autor: Christina Liersch