Infektionsrisiko Coronavirus: Muss der Bart ab?

Soll ich meinen Bart abrasieren? Was bis vor Kurzem noch eine Stilfrage war, wird nun aus ganz anderen Gründen zum Thema. Haben Bartträger in der Corona-Krise tatsächlich ein höheres Infektionsrisiko? Wir klären auf!

Mann_mit_Vollbart

Auch wenn es bisher keine wissenschaftlichen Beweise gibt – wer auf Nummer Sicher gehen und sein Ansteckungsrisiko minimieren will, sollte sich tatsächlich von seinem Bart trennen. Da das Coronavirus per Tröpfcheninfektion übertragen wird, können Viren den Barthaaren hängen bleiben. Bartträger fassen sich zudem gerne ins Gesicht. So haben die Tröpfchen ein noch leichteres Spiel und können vom Bart aus ganz einfach an die Schleimhäute gelangen.

Ein weiterer Grund für die große Sorge rund um die Gesichtsbehaarung: Derzeit kursiert im Internet eine Grafik, laut der Masken den Mund-Nasen-Bereich von Bartträgern nicht lückenlos schützen können. Diese Grafik stammt jedoch bereits aus dem Jahr 2017 und richtet sich an medizinisches Personal. Es geht also in erster Linie um professionelle Masken und nicht um Masken für den privaten Gebrauch, wie sie nun zum Teil von Politikern gefordert werden – und diese schließen ohnehin nicht perfekt!

Halten wir also fest: Verlässliche Studien zu der Frage, ob man seinen Bart nun abrasieren soll, oder nicht, gibt es bisher keine. Auch auf der normalen Gesichtshaut können Viren hängen bleiben. Männer mit Bart sollten sich jetzt aber ganz besonders an Hygieneregeln halten – oder sich für die Dauer der Pandemie einfach mal von ihrer geliebten Gesichtsbehaarung trennen. Sicher ist sicher

Datum: 06.04.2020

Autor: Lara Rygielski

Schlagworte: