Coronavirus EU-Kommission: Vertrag für Biontech-Impfstoff fertig ausgehandelt

Um die Infektionszahlen des Coronavirus schnell in den Griff zu bekommen, hoffen Mediziner und Politiker auf einen Impfstoff. Das Mainzer Unternehmen Biontech zeigt sich nun optimistisch und hofft, ihren neuen Impfstoff BNT162b2 bald zulassen zu dürfen. Der Vertrag für die Verteilung in der EU ist bereits beschlossen.

Impfstoff

10. November – Vertrag für Biontech-Impfstoff fertig ausgehandelt

Die EU-Kommission hat den Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs zwischen den Pharmafirmen Biontech und Pfizer und der EU ausgehandelt. Das bestätigten Kommissionskreise in Brüssel. Alle 27 Länder der EU sollen gleichzeitig Zugriff auf die erste Lieferung erhalten, die nach der Bevölkerungsstärke verteilt wird. 
Deutschland wird dabei einen Anteil von 19 Prozent erhalten, was bis zu 100 Millionen Dosen entspricht – so sollen für eine Immunisierung zwei Impfdosen benötigt werden. 

 

9. November 2020 – Impfstoff-Zulassung schon in einer Woche? – Biontech-Chef ist optimistisch

 Der Chef des Mainzer Unternehmens Biontech, Ugur Sahin, geht aktuell davon aus, dass die Ergebnisse einer Wirksamkeitsstudie mit einem potenziellen Coronavirus-Impfstoff schon bald verfügbar sein könnten. Wie das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech am Montag mitteilte, bietet seine Impfung diesen Daten zufolge einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Ab der kommenden Woche sollen nach Angaben des Unternehmens die Zulassung für Personen im Alter von 16 bis 85 Jahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt werden.

Biontech entwickelt seit Mitte Januar den Impfstoff BNT162b2, der bereits an 43.500 Menschen getestet wurde. Der neue Impfstoff wird im Abstand von drei Wochen in zwei Impfungen verabreicht. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

Neben dem Unternehmen Biontech und dem US-amerikanischen Partner Pfizer suchen auch die Konzerne Moderna und AstraZeneca nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Das Unternehmen Pfizer gab in früheren Mitteilungen bekannt, dass es unter den knapp 44.000 freiwilligen Teilnehmern noch nicht genug Infektionen gab, um klar Aussagen über die Funktion des Impfstoffs zu machen.

Wird der Impfstoff freigegeben, so sicherte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zu, dass alle Mitgliedstaaten "zur selben Zeit und zu denselben Bedingungen" den Impfstoff erhalten werden. Die Menge ist dabei anhängig vom Anteil der Länder der EU-Bevölkerung.

Datum: 10.11.2020
Autorin: Christina Liersch

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