Norwegische Studie Coronavirus: Fitnessstudios sind wohl keine Infektionsherde

In Zeiten des Coronavirus waren lange Zeit die Fitnessstudios geschlossen. Trotz Wiedereröffnung bleiben die Menschen fern. Laut einer norwegischen Studie ist die Angst unbegründet.

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In zahlreichen Ländern waren die Fitnessstudios während der Corona-Pandemie geschlossen. Die Angst vor dem Virus verbannt auch jetzt noch viele Sportler aus dem Gym. Unbegründet, wie eine norwegische Studie unter der Forscherin Lise Helsingen herausfand. Die Studie wurde im MedRXiv veröffentlicht.

Fitnessstudiobesuch trotz Coronavirus

Für die Studie der Universität Oslo duften ausgewählte Probanden in Fitnessstudios trainieren. Untersucht wurde die Übertragung des Erregers in Fitnessstudios. Insgesamt nahmen 3.754 Personen an dem Experiment teil – darunter 1835 Männer und 1929 Frauen, die jeweils in eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt wurden. 
 
Die Voraussetzungen für das Experiment waren, dass die Probanden zwischen 18 und 64 Jahren alt waren und keine Vorerkrankungen hatten. Beim Training mussten die 1.896 Teilnehmer einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Bei intensiveres Übungen waren es sogar zwei Meter. Ebenso waren Handschläge zur Begrüßung verboten und die Probanden mussten nach jeder Nutzung die Geräte desinfizieren. 

Die Ansteckungsgefahr: Gab es Grund zur Sorge?

Nach der dreiwöchigen Studie besuchten 81,8 Prozent der Teilnehmer wenigstens ein Mal das Fitnessstudio. Ein Drittel war sogar mindestens sechs Mal pro Woche dort. Nach dem Experiment führten 88,7 Prozent der Probanden der Versuchsgruppe und 71,4 Prozent der Kontrollgruppe einen Coronatest durch. Das erstaunliche Ergebnis: Lediglich eine Person hatte sich infiziert. Dieser Teilnehmer stammte aus der Versuchsgruppe, welcher nicht einmal beim Training war. Es wird vermutet, dass er sich bei der Arbeit angesteckt hat.

Datum: 03.07.2020

Autor: Christina Liersch

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