Für mehr Gleichbehandlung Bundestag entscheidet: Tampon-Steuer sinkt ab 2020

In einer Petition haben sich mehr als 180.000 Menschen gegen die 19-prozentige Besteuerung von Monatshygiene eingesetzt. Ziel war, dass die Steuer auf sieben Prozent gesenkt wird. Doch es geht um viel mehr.

Tampon

In den vergangenen Monaten machte die Petition #keinluxus des jungen Online-Magazins Neon auf die Ungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Tampons, Binden und weitere Menstruationshygiene wurde bisher mit 19 Prozent besteuert. Damit galten diese Produkte als Luxusgut. Doch die Periode ist kein Luxus, fanden mehr als 180.000 Menschen, die diese Petition und eine zweite unterzeichneten, welche auf change.org veröffentlich wurde. 
Der Bundestag entschied nun, die Steuer auf Monatshygiene ab 2020 auf sieben Prozent zu senken. 

Erfolg trotz Gegenargumente

Gegner dieser Steuersenkung argumentierten, dass die Senkung zu mehr Chaos führe, man das gesamte Steuersystem lieber überdenken solle und stellten in Frage, ob garantiert werden könne, dass die Ersparnis sich auch auf den Verbraucher auswirke. Dabei ging es bei der Petition auch um die Gleichberechtigung zwischen Menstruierenden und Nicht-Menstruierenden. Die Periode sei kein Luxus, da sie sich niemand aussuche und Menstruierende nunmal unfreiwillig auf Menstruationsprodukte angewiesen sind. Ziel ist es daher, dass den Verbrauchern die Ersparnis zugutekommt.

Datum: 08.11.2019

Autor: Christina Liersch