Entwicklungsstörung Autismus - Studie erklärt, wodurch die Entwicklungsstörung ausgelöst wird

Noch immer kursiert der Glaube, dass Impfungen Autismus auslösen. Eine Studie hat jetzt belegt, wodurch Autismus ausgelöst wird.

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Kalifornische und dänische Forscher sind sich nach einer Studie mit 650.000 Kindern sicher, dass kein Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus besteht. In einer weiteren Studie, konnte nun bestätigt werden, was die Entstehung einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) begünstigt. 

Ein Faktor bestimmt, ob ein Mensch Autismus entwickelt

Ein internationales Forscherteam hat die Daten von zwei Millionen Kindern ausgewertet und kam zu dem Ergebnis, dass 80% des Autismus-Risikos mit der genetischen Veranlagung zusammenhängen. Die Studie, die im Fachblatt "Jama Psychiatry" veröffentlich wurde, gibt auch Aufschluss über weitere Risikofaktoren. Umweltfaktoren, die in der Regel wenig bis gar nicht beeinflussbar sind, sollen ebenfalls eine Rolle zum erhöhten Autismus-Risiko spielen. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass eine Kombination aus mehreren Faktoren zu Autismus führt. Laut der Forscher hat das Gewicht der Mutter, eine Kaiserschnittgeburt oder Stoffwechselstörungen keinen oder nur sehr wenig Einfluss auf die Entstehung von ASS. 

22.000 Kinder entwickelten Autismus

Für die Studie untersuchten die Forscher Krankenakten von über zwei Millionen Kindern aus Dänemark, Finnland, Schweden, Israel und Westaustralien, die zwischen 1998 und 2011 geboren wurden. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr hatten 22.000 von ihnen Autismus entwickelt.