Mücken Ausbreitung des West-Nil-Fiebers nimmt in Deutschland laut RKI zu

Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass sich das tropische West-Nil-Virus in Deutschland weiter verbreiten wird. Die Symptome reichen von Fieber bis Hautausschlag. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht.

Tipps gegen Mückenstiche

Auch wenn das Coronavirus zur Zeit in aller Munde ist, warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) vor der Ausbreitung des West-Nil-Fiebers in Deutschland. Das tropische Virus wird über Mücken übertragen, die laut RKI in Deutschland überwintern können. 

Bereits im vergangenen Jahr wurden fünf Fälle in Deutschland gemeldet. Darunter die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Experten vermuten, dass es jedoch Hunderte Fälle mehr waren, bei denen die Betroffenen von ihrer Erkrankung keine Kenntnis hatten.
Das Virus betrifft aber nicht nur den Menschen. Vergangenes Jahr gab es 51 Fälle von infizierten Vögeln und 32 infizierte Pferde. 2018 waren es erst zehn Fälle bei Vögeln und zwei bei Pferden.

Symptome beim West-Nil-Virus

In Deutschland überträgt sich das Virus durch die weitverbreitete Stechmücke der Gattung Culex. 20 Prozent der Infizierten leiden hauptsächlich unter Fieber und Hautausschlag. Die grippeähnliche Erkrankung dauert um die drei bis sechs Tage und hat eine Inkubationszeit von zwei bis 14 Tagen. Der Krankheitsbeginn ist abrupt und äußert sich mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Abgeschlagenheit und Lymphknotenschwellung. Bei nur ca. einem Prozent kann das Virus zu schweren Erkrankungen führen, die das Nervensystem betreffen. 

Schutz vor dem West-Nil-Virus

Da es bisher noch keine spezifische Therapie oder Behandlungsmöglichkeit gibt, ist der Schutz vor Mücken – etwa in Form eines Anti-Mücken-Sprays, z. B. von Nobite (ca. 11 Euro) oder Autan (ca. 5 Euro) – die beste Vorbeugung.
Dennoch helfen fiebersenkende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol. Auch Wadenwickel, viel Ruhe und genug Flüssigkeit und Schonkost wie Zwieback und Brühe helfen dem Körper, das Virus schnell wieder loszuwerden. 
 
Datum: 19.06.2020

Autor: Christina Liersch