24. August 2021
3G-Regel: Das müssen Sie wissen

3G-Regel: Das müssen Sie wissen

Geimpft, getestet, oder genesen – ab sofort gilt die 3G-Regel. Wer ins Restaurant, ins Fitnessstudio oder zum Friseur möchte, braucht einen entsprechenden Nachweis.

Ab heute gilt die 3G-Regel: Wer in öffentlich zugänglichen Innenräumen sich trifft, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Wer also ab heute zum Friseur, ins Restaurant (Innenbereich), ins Fitnessstudio oder bei Veranstaltungen teilnehmen möchte, muss einen Nachweis erbringen. Auch bei Besuchen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe greift die 3G-Regel. Ein negativer Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Von der Regel ausgenommen sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr und Schüler. Bund und Länder wollen mithilfe der 3G-Regel einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen vermeiden – und Anreize zum Impfen geben. Seit Wochen steigen die Infektionszahlen kontinuierlich. „Wir werden weniger Infektionen haben, je mehr geimpft sind“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die 3G-Regel kann in Landkreisen ganz oder teilweise aussetzen, die stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegen.

Kostenpflichtige Corona-Tests ab Oktober

Ab dem 11. Oktober werden die Corona-Bürgertests für Ungeimpfte kostenpflichtig. Gratistests gibt es weiterhin für Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Dazu gehören unter anderem Schwangere oder Kinder unter 12 Jahren. Merkel sagte hierzu: „Da wir im Grunde jetzt schon ein umfassendes Impfangebot jedem Bürger der Bundesrepublik Deutschland oder jeder Bürgerin machen können, werden wir die kostenlosen Bürgertests für alle mit Wirkung vom 11. Oktober beenden.“ Künftige Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte und Genesen schließt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Das Einhalten von Abständen und das Tragen einer Maske beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt weiterhin für alle – egal ob geimpft, genesen oder getestet.

Als erstes Bundesland: 2G-Regel in Hamburg

Als bislang einziges Bundesland gilt ab 28. August in Hamburg die verschärfte 2G-Regel. Demnach treten in der Hansestadt gelockerte Regeln nur für Genesene und Geimpfte in Kraft. Mit der 2G-Regel können Gastronomen oder Konzertveranstalter ungeimpften Personen trotz eines negativen Corona-Tests den Zutritt verwehren – allerdings obliegt Ihnen die Entscheidung, wen Sie als Kunden haben wollen und wen nicht.

Der Hamburger Senat möchte mithilfe der 2G-Regel einen weiteren Lockdown verhindern und Gastronomen und Veranstaltern generelle Planungssicherheit bieten. „Geimpfte und Genesene haben keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen“, erklärte Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Pressekonferenz. Ob weitere Bundesländer nachziehen werden oder es zu einer bundesweiten 2G-Regelung kommen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Quellen: bundesregierung.de, tagesschau.de

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