12. Januar 2021
Fellpflege beim Hund: Tipps für ein schönes Fell

Fellpflege beim Hund: Tipps für ein schönes Fell

Nicht nur Menschen wollen gepflegt werden, auch Hunde erfreuen sich an einem glänzend-schönem Fell. Wie Sie das Fell Ihres Tieres richtig pflegen, hängt von der jeweiligen Hunderasse und von der Beschaffenheit des Fells ab.

Hund baden
© K_Thalhofer/iStock
Sie sollten Ihren Hund nicht zu häufig baden, da sonst der Säureschutzmantel der Haut angegriffen wird.

Dank des Klimawandels gibt es nicht mehr den natürlichen Fellwechsel bei Hunden. Aus diesem Grund haaren unsere lieben Vierbeiner das ganze Jahr über und benötigen die dementsprechende richtige Fellpflege. Hinzu kommt, dass es viele Hybridzüchtungen wie Doodle oder Puggles gibt, deren besonderes Fell eine intensive Pflege veranlasst. Aus diesem Gründen ist die Fellpflege ein absolutes Muss.

Warum ist Fellpflege bei Hunden so wichtig?

Sie sollten regelmäßig das Fell Ihres Vierbeiners pflegen, um für ein gepflegtes Erscheinungsbild zu sorgen. Wie auch wir Menschen fühlen sich Hunde wohler, wenn ihr Fell gepflegt und sauber ist. Das Bürsten befreit das Fell von alten, abgestorbenen Haaren, durchblutet die Haut und regt das gesunde Fellwachstum an. Stark verfilztes Fell hingen ist eine Brutstätte für allerlei Ungeziefer wie Milben, Läuse oder Flöhe. Ein ungepflegtes Fell fördert zudem Hautekzeme oder andere Hauterkrankungen wie bakteriell verursachte Dermatiden. Aber nicht nur das: Ein verfilztes Fell kann im Sommer lebensgefährlich werden, da es nicht ausreichend belüftet wird und es so zu einem gefährlichen Hitzestau kommen kann.

Die Hunderasse bestimmt die Fellpflege

Je nachdem welche Fellart ihr Hund aufweist, sollten Sie mindestens einmal die Woche Ihr Tier pflegen. Verwenden Sie die richtige Hundebürste, die auf das Fell Ihres Lieblings angepasst ist:  

Kurzhaarige Hunderassen (Labrador, Beagle oder Mops) sind recht unkompliziert zu pflegen. Hier reicht es, wenn Sie mit einer Naturborsten-Bürste oder einen Kamm über das Fell gegen den Strich streichen, um lose Haare zu entfernen.

Langhaarige Hunderassen (Spitz, Tibet Terrier oder Langhaar Collie) brauchen mehr Fellpflege als vergleichsweise Kurzhaarrassen. Um verfilzte Haare zu entfernen, müssen Sie zunächst das Fell mit einer schmalen Bürste durchkämmen. Anschließend gehen Sie mit einem grobzinkigen Kamm durch das Haar.

Rau- und drahthaarige Rassen (Schnauzer, Vizsla oder Airedale Terrier) haaren im Frühjahr und Winter nicht mehr von selbst. Daher müssen Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig mit einer Drahtbürste kämmen, die die Unterwolle und die abgestorbenen Deckhaare ausdünnt. Reines Abschneiden bringt nichts. Zwar ist die dicke Unterwolle kürzer, aber sie steckt weiterhin in der Haut. Damit die Unterwolle nicht verfilzt, müssen Sie Ihr Tier regelmäßig mit einem Kamm oder Gummistriegel kämmen.

Wie oft sollten Hunde gebadet werden?

Sie sollten Ihren Liebling nicht zu häufig baden, da zu häufiges Baden den Talg- und Säureschutzfilm der Haut angreift. Wenn Sie Ihren Hund baden, sollte das Wasser nicht zu heiß, sondern lauwarm sein. Verwenden Sie ein spezielles Hunde-Shampoo, das seifen- und parfümfrei sein sollte und eine rückfettende Wirkung hat.

So gelingt die Fellpflege

Versuchen Sie von klein auf Ihren Liebling an das Bürsten zu gewöhnen. Bei einem Welpen verwenden Sie am besten eine weiche Naturbürste und gehen behutsam sowie spielerisch vor – gerne kann die Bürste auch als Spielzeug zweck entfremdet werden. Zusätzlich beruhigt es Ihren kleinen Vierbeiner, wenn Sie ihn massieren. Gehen Sie vorsichtig bei der Fellpflege vor. Schmerzhaftes Kämmen und Ziepen mögen nicht nur Menschen, sondern auch Hunde. Wenn Sie unsicher sind, welche Kämmen, Bürsten oder Striegel richtig für Ihr Tier sind, lassen Sie sich am besten beim Kauf in einem Fachmarkt beraten.

Tiere, die schlechte Erfahrungen bei der Fellpflege gesammelt haben, können unter Umständen sogar aggressiv reagieren. Hier sind Geduld und ein vorsichtiges Vorgehen gefragt. Sie sollten die Fellpflege am besten mit ein paar Streicheleinheiten beginnen. Diese beruhigen das Tier und vermitteln ihm Sicherheit. Wiederholen Sie die Bewegungen mit einer weichen Bürste. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals und belohnen Sie Ihren Schatz mit einem Leckerli. Idealerweise holen Sie sich sonst Rat bei Experten wie Züchter oder Hundefriseure.

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