22. September 2021
Naturheilkunde: Aktivierung der Selbstheilung

Naturheilkunde: Aktivierung der Selbstheilung

Seit Jahren sind naturheilkundliche Alternativen als Ergänzung zur Schulmedizin auf dem Vormarsch. Waren in den ersten Jahren viele Schulmediziner dem Thema gegenüber noch skeptisch eingestellt, so erkennen im neuen Jahrzehnt dieses Jahrhunderts viele von ihnen den Wert von naturheilkundlichen Verfahren und pflanzlicher Medizin.

Globuli
© Chamille White/Shutterstock
Naturheilkunde aktiviert die Selbstheilungskräfte.

Die konventionelle Medizin und die Naturheilkunde gehen mittlerweile oft Hand in Hand und die Patienten profitieren von diesem Fortschritt. Die Wissenschaft hat dieses Forschungsfeld mittlerweile ebenfalls für sich entdeckt und belegt die Wirksamkeit einzelner Verfahren immer häufiger mit fundierten Studien. Die Wirkweise der Naturheilkunde bezieht sich zumeist auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Wie werden die Selbstheilungskräfte aktiviert?

Jeder Körper verfügt über ein gewisses Maß an Selbstheilungskräften. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass Wunden sich schließen, dass ein gebrochener Knochen heilt oder Entzündungen erfolgreich bekämpft werden. Bei akuten Beschwerden ist es ratsam, die Selbstheilungskräfte zu unterstützen, was auf zwei Arten geschehen kann:

  • Schonung
    Nach einer Verstauchung sollte das betroffene Gelenk zunächst geschont werden, denn Ruhe sorgt dafür, dass keine weiteren Verletzungen entstehen und der Knöchel heilen kann.
  • Reizung
    bei einer chronischen Entzündung hilft gezielte Bewegung unter fachkundiger Anleitung dabei, das Gelenk beweglich zu erhalten und die Durchblutung zu fördern, sodass die Entzündung heilen kann.

Pflanzliche Zuckerkugeln

Skeptiker halten pflanzliche Medizin häufig für "Placebos", "harmlose Zuckerkugeln ohne Wirkung" oder "Blümchen zur Beruhigung der Angst vor Erkrankungen". Doch die moderne pflanzliche Medizin ist garantiert kein Zuckerkügelchen ohne Wirkung. Die Produkte von Gesundheit Pur sind zum Beispiel nach dem Leitprinzip der Effektivität und modernen Erkenntnissen der Pflanzenheilkunde gezielt auf einzelne Beschwerden abgestimmt. Pflanzliche Medizin ersetzt keine Schulmedizin, sie ist die ideale Ergänzung zur Stärkung der Gesundheit. Die moderne Phytomedizin bietet weitaus mehr als ein besseres Gefühl bei der Angst vor Erkrankungen oder vor dem Alterungsprozess. Sie ist ein wichtiger Stützpfeiler bei der ganzheitlichen Behandlung verschiedenster Beschwerden.

Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz

Die Schulmedizin ist häufig auf die Linderung einzelner Beschwerden zugeschnitten. Kommen weitere Beschwerden dazu, wird das nächste Präparat verschrieben. Besonders im Falle von chronischen Leiden kann dieser Ansatz schnell dazu führen, dass Patienten eine Vielzahl verschiedener Medikamente zu sich nehmen, die wiederum miteinander negativ reagieren können, was neue Beschwerden hervorruft. So geraten chronisch kranke Personen mitunter in einen Strudel aus Medikamenten, ohne dass sie eine echte Besserung erleben. Mit Absprache des behandelnden Arztes können Patienten sich über pflanzliche, wirksame Methoden informieren, um beispielsweise Begleiterscheinungen zu lindern. Die Naturheilkunde berücksichtigt das Zusammenspiel verschiedener Organe und darüber hinaus die allgemeine körperliche und seelische Verfassung des Patienten.

Starke Medikamente bei kleinen Wehwehchen

Viele Menschen leiden unter den sogenannten "Volkskrankheiten", die so verbreitet sind, dass sie geradezu zum Alltag dazu gehören. Dies sind beispielsweise haltungsbedingte Rücken- und Gelenkschmerzen, die die Bewegungsfreiheit einschränken. Die vielfältigen Beschwerden der Wechseljahre belasten fast jede Frau im Laufe ihres Lebens. Viele Menschen greifen zu Schmerzmitteln, um die Beschwerden kurzzeitig zu unterdrücken oder Vitalität im Alter und lindert Wechseljahresbeschwerden von Beginn an. Dies geschieht auf natürliche Weise durch die pflanzenbasierte Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Der Wohlstandsbauch

Ein weiteres verbreitetes Problem ist das Übergewicht, welches in unserer modernen Gesellschaft viele Menschen belastet. Das Überangebot der Nahrung in Kombination mit Bewegungsmangel tragen dazu bei, dass sich bei einem großen Teil der Bevölkerung ein Wohlstandsbäuchlein gebildet hat. Übergewicht ist jedoch eine der Hauptursachen für Verschleißkrankheiten wie Muskel- und Gelenkerkrankungen, Rückenleiden, hohem Blutdruck, Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Entstehung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und einzelner Krebserkrankungen gehen mit Übergewicht einher. Viele Menschen scheitern an Jojo-Diäten. Die naturheilkundliche Unterstützung bei der Gewichtsabnahme mithilfe von Flohsamenschalen regen die Verdauung an und helfen bei der schnellen Verwertung der Nahrung.

Wo werden Naturheilverfahren angewendet?

Viele Hausärzte bilden sich mittlerweile naturheilkundlich weiter und erwerben neben ihrem schulmedizinischen Abschluss den Titel des Arztes für Naturheilverfahren, Akupunktur, Homöopathie. Heilpraktiker sind Therapeuten (keine Ärzte), die in einer zwanzig bis dreißig Monate dauernden Ausbildung die Ermächtigung zur Behandlung verschiedenster Krankheiten erhalten. Ein Heilpraktiker darf nicht alle Krankheiten behandeln. Der Homöopath praktiziert Homöopathie. Er kann Arzt oder Heilpraktiker sein, doch nicht jeder Heilpraktiker wendet Homöopathie an. Die Ausbildung von Heilpraktikern ist sehr unterschiedlich und kann von Wochenendkursen in einzelnen Fächern bis hin zu mehrjährigen Lehrgängen. Der Heilpraktiker darf keine Medikamente verschreiben.

Die bekanntesten Phytopharmaka

  • Lavendelöl
    Gegen Angst, Unruhe und damit verbundenen Schlafproblemen bei Erwachsenen hilft das Lavendelöl Silexan. Der große Vorteil ist das geringe Risiko von Abhängigkeit im Vergleich mit vielen chemischen Präparaten.
  • Eukalyptus
    Seit Jahrzehnten ist das ätherische Eukalyptusöl bekannt für seine gute Wirkung bei Erkältungen und geschwollenen Nebenhöhlen. Besonders in chronischen Fällen kann das pflanzliche Mittel eine sehr wirksame Unterstützung sein.
  • Johanniskraut
    Das Mittel gilt als Stimmungsaufheller und wird seit Jahrzehnten bei leichten depressiven Verstimmungen wie der Winterdepression verabreicht.
  • Weidenrindenextrakt
    Der Weidenrindenextrakt enthält einen natürlichen Inhaltsstoff, der der Acetylsalicylsäure sehr ähnlich ist und deshalb die Wirkung von Aspirin hervorruft.
  • Baldrian
    Schon in vergangenen Jahrhunderten galt Baldrian als beruhigend und schlaffördernd.

Vorsicht bei der Einnahme

Phytopharmaka, oder pflanzliche Medikamente, sind wissenschaftlich erprobte Mittel mit hoher Wirksamkeit. Alle Medikamente können überdosiert werden und haben teilweise Nebenwirkungen. So kann die Einnahme von Johanniskraut die Haut der Patienten lichtempfindlich werden lassen und Eukalyptus kann allergische Reaktionen hervorrufen. Kinder sollten nie eigenmächtig mit konventioneller oder naturheilkundlicher Medizin behandelt werden. Eltern müssen unbedingt vor der Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker sprechen. Auch Patienten, die andere Medikamente einnehmen oder hormonell verhüten, sollten vor der Einnahme von Phytopharmaka mit ihrem Arzt sprechen. Einige pflanzliche Medikamente stören die Wirksamkeit der Anti-Baby-Pille.

Warum geht der Trend zur Naturheilkunde?

Immer mehr Menschen werden sich bewusst, dass die konventionelle Medizin nicht der heilige Gral ist, für die sie jahrzehntelang gehalten wurde. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ist sie ein Segen und rettet Menschenleben. Bei kleinen Wehwehchen und alltäglichen Beschwerden kann ein zu viel an chemisch hergestellten Mitteln den Körper unnötig belasten. So suchen viele Patienten eine schonendere und dennoch wirksame Alternative. Die Forschung hat diesen Trend erkannt und hat in den letzten Jahren immer mehr Studien zum Thema Phytomedizin durchgeführt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Es gibt zahlreiche wirksame pflanzliche Medikamente, die zumeist weniger Nebenwirkungen haben und Abhängigkeit vermeiden.

Schwarze Schafe erkennen

Leider gibt es immer wieder schwarze Schafe, die ihren Patienten teure, sinnlose Behandlungen mit klangvollen Namen aufschwatzen. Patienten sollten darauf achten, dass der Arzt oder Therapeut Mitglied in einer seriösen Gesellschaft wie der Deutschen Ärtzegesellschaft für Akupunktur e. V. (DÄGfA), der Internationalen Gesellschaft für chinesische Medizin, der Gesellschaft für Frischzellentherapie, der Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin e. V., der Internationalen Gesellschaft für Thymologie und Immuntherapie e. V. oder dem Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren angehört. Außerdem sollte sich jeder Patient ausführlich über Durchführung und Wirkungsweise der Therapien aufklären lassen.

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