Homöopathische Reiseapotheke Diese Globuli sollten immer mit

Eine kleine Taschenapotheke sollte grundsätzlich im Gepäck vorhanden sein. Mit ihr können kleine Wehwehchen schnell geheilt werden. Auch homöopathische Mittel bieten sich für die Reiseapotheke an. 

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Die Auswahl an homöopathischen Mitteln ist immens. Nicht alle Mittel bieten sich aber für eine Reiseapotheke an, da sie über einen längeren Zeitraum individuell eingenommen werden sollten, um ihre Wirkung zu entfalten. Andere Präparate wiederum sind gerade für eine akute Einnahme geeignet. Welche Globuli kann man mit in den Urlaub nehmen? Und welche sind für Kinder geeignet und welche nicht? Von Fieber bis Mückenstichen nennen wir alle Globuli, die in eine homöopathische Taschenapotheke gehören. Wir unterscheiden dabei zwischen Globuli für Erwachsene und Globuli für Kinder.

Diese Globuli gehören in die Taschenapotheke

Mit einer homöopathischen Reiseapotheke könnt ihr auch im Urlaub Beschwerden wie Magenbeschwerden, Mückenstiche oder Sonnenbrand sanft behandeln.

Belladonna: Besonders beliebt bei akuten und plötzlich beginnenden Krankheiten. Das aus der Tollkirsche gewonnene Extrakt wirkt besonders gut bei Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, aber auch bei Sonnenbrand und Sonnenstich. Der Wirkungsbereich ist riesig. Für einen schnellen Erfolg empfehlen wir die Potenzen D12 oder D6.

Bryona alba: Gegen Verstopfung, Kopfschmerzen und Husten. Gewonnen wird Bryona alba aus der weißen Zaunrübe. In den Potenzen D12 und D6 kann es auch Kindern verabreicht werden. Da es allerdings oft als Mittel gegen Schmerzen der "inneren Häute" (reißende Schmerzen der Glieder) verwendet wird, ist der Anwendungsbereich bei Kindern begrenzt.

Gelsemium: Eine Substanz, gewonnen aus gelbem Jasmin. Hilft gegen Durchfall, Erkältung und Fieber. In höheren Potenzen ist Gelsemium verschreibungspflichtig (ebenso wie Belladonna). In der Reiseapotheke sollten Potenzen zwischen D4 und D12 mitgenommen werden.

Chamomilla: Der Inhaltsstoff von Chamomilla ist einfache Kamille. Und Kamille ist immer eine gute Wahl. Besonders geeignet für Kinder und Kleinkinder. Hilft gegen Ohrenschmerzen und bei leichtem Fieber. Chamomilla kann auch eingesetzt werden, sollten euer Kind zahnen. Hier sollte auf die Potenz C12 zurückgegriffen werden. 

Aconitum napellus: Wird oft bei Anzeichen einer Entzündung eingenommen. Hilft gegen Symptome wie Augenentzündungen, Ohrenschmerzen und Fieber, besonders wenn die Symptome plötzlich und heftig auftreten. 

Arnica: Die Pflanze Arnica wird auch Bergwohlverleih genannt und Teile von ihr werden auch in der klassischen Medizin eingesetzt. Arnica hilft bei allen äußeren körperlichen Beschwerden, wie blauen Flecken, Schürfwunden, Blutergüssen, aber auch bei Zahnschmerzen.

Apis mellifica: Bisher waren nur Pflanzen die Basis der Globuli. Apis mellifica wird aus dem Gift der Honigbiene hergestellt. Allerdings wird die ganze Biene verarbeitet. Deshalb wird es gerne gegen die Folgen von allen möglichen Insektenstichen eingesetzt. Auch gegen Schwellungen und Hautausschlag kann Apis mellifica helfen.

Ferrum phosphoricum: Wird aus Eisen und Phosphor hergestellt. Beide Stoffe sind für den menschlichen Körper lebensnotwendig, wobei Phosphor vom Körper selbst hergestellt wird. Ferrum phosphoricum stärkt das Immunsystem und hilft bei Schnupfen, Erkältung oder einer ähnlichen Beschwerde. Da das Mittel generell gut für die Knochen ist, kann es auch bei Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Notfall-Globuli Bachblüte: Zuletzt noch ein Mittel, welches generell gerne bei außergewöhnlichen Stress- oder Notfallsituationen eingenommen wird und dabei auch auf einer Reise eine gute Wahl ist. Hierbei handelt es sich aber um eine spezielle Mischung, die für jeden Patienten separat hergestellt wird. Deshalb sollte es zwar in keiner Reiseapotheke fehlen, bedarf aber eines vorherigen Austausches mit dem Hausarzt. Es wird weniger bei physischen als bei psychischen Beschwerden, wie Stress oder familiärem Streit, eingesetzt.

Viele der vorgestellten homöopathischen Mittel sind vielfältig einzusetzen. Aus diesem Grund können auch die hier genannten Präparate den Weg in die gut sortierte Hausapotheke finden.

 

Autor: Alexander Scherb