Homöopathische Reiseapotheke Diese Globuli sollten immer mit

Eine kleine Taschenapotheke sollte grundsätzlich im Gepäck vorhanden sein. Mit ihr können kleine Wehwehchen schnell geheilt werden. Auch homöopathische Mittel bieten sich für die Reiseapotheke an. 

Globuli in der Reiseapotheke

Die Auswahl an homöopathischen Mitteln ist immens. Nicht alle Mittel bieten sich aber für eine Reiseapotheke an, da sie über einen längeren Zeitraum individuell eingenommen werden sollten, um ihre Wirkung zu entfalten. Andere Präparate wiederum sind gerade für eine akute Einnahme geeignet. Welche Globuli kann man mit in den Urlaub nehmen? Und welche sind für Kinder geeignet und welche nicht? Von Fieber bis Mückenstichen nennen wir alle Globuli, die in eine homöopathische Taschenapotheke gehören. Wir unterscheiden dabei zwischen Globuli für Erwachsene und Globuli für Kinder.

Diese Globuli gehören in die Taschenapotheke

Bei einer homöopathischen Reiseapotheke ist es wichtig, dass Ihr diese nicht einfach wahllos zusammenstellt. Damit Homöopathie ihre volle Wirkung entfalten kann, muss sie gezielt eingesetzt werden und sollte nicht auf Verdacht eingenommen werden. Auch die Darreichungsform ist entscheidend für den Erfolg einer Anwendung. Neben den von uns zusammengestellten Globuli könnt Ihr auch speziell homöopathisch zusammengestellte Reiseapotheken im Internet kaufen. Viele Hersteller von Globuli und anderen homöopathischen Mitteln bieten ein spezielles Etui für unterwegs an.

Belladonna: Besonders beliebt bei akuten und plötzlich beginnenden Krankheiten. Das aus der Tollkirsche gewonnene Extrakt soll besonders gut bei Ohrenschmerzen, Halsschmerzen, aber auch bei Sonnenbrand und Sonnenstich wirken. Der Wirkungsbereich ist riesig. Für einen schnellen Erfolg empfehlen wir die Potenzen D12 oder D6.

Bryona alba: Soll gegen Verstopfung, Kopfschmerzen und Husten helfen. Gewonnen wird Bryona alba aus der weißen Zaunrübe. In den Potenzen D12 und D6 kann es auch Kindern verabreicht werden. Da es allerdings oft als Mittel gegen Schmerzen der "inneren Häute" (reißende Schmerzen der Glieder) verwendet wird, ist der Anwendungsbereich bei Kindern begrenzt.

Gelsemium: Eine Substanz, gewonnen aus gelbem Jasmin. Soll gegen Durchfall, Erkältung und Fieber helfen. In höheren Potenzen ist Gelsemium verschreibungspflichtig (ebenso wie Belladonna). In der Reiseapotheke sollten Potenzen zwischen D4 und D12 mitgenommen werden.

Chamomilla: Der Inhaltsstoff von Chamomilla ist einfache Kamille. Und Kamille ist immer eine gute Wahl. Besonders geeignet für Kinder und Kleinkinder. Hilft gegen Ohrenschmerzen und bei leichtem Fieber. Chamomilla kann auch eingesetzt werden, sollte Euer Kind zahnen. Hier sollte auf die Potenz C12 zurückgegriffen werden. 

Aconitum napellus: Wird oft bei Anzeichen einer Entzündung eingenommen. Gerne genommen bei Augenentzündungen, Ohrenschmerzen und Fieber, besonders wenn die Symptome plötzlich und heftig auftreten. Auch hier gilt wieder Vorsicht. Aconitum napellus wird aus dem blauen Eisenhut gewonnen.

Arnica: Die Pflanze Arnica wird auch Bergwohlverleih genannt und Teile von ihr werden auch in der klassischen Medizin eingesetzt. Arnica hilft bei allen äußeren körperlichen Beschwerden, wie blauen Flecken, Schürfwunden, Blutergüssen, aber auch bei Zahnschmerzen.

Apis mellifica: Bisher waren nur Pflanzen die Basis der Globuli. Apis mellifica wird aus dem Gift der Honigbiene hergestellt. Allerdings wird die ganze Biene verarbeitet. Deshalb wird es gerne gegen die Folgen von allen möglichen Insektenstichen eingesetzt. Auch gegen Schwellungen und Hautausschlag kann Apis mellifica helfen.

Ferrum phosphoricum: Wird aus Eisen und Phosphor hergestellt. Beide Stoffe sind für den menschlichen Körper lebensnotwendig, wobei Phosphor vom Körper selbst hergestellt wird. Ferrum phosphoricum stärkt das Immunsystem und hilft bei Schnupfen, Erkältung oder einer ähnlichen Beschwerde. Da das Mittel generell gut für die Knochen ist, kann es auch bei Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Notfall-Globuli Bachblüte: Zuletzt noch ein Mittel, welches generell gerne bei außergewöhnlichen Stress- oder Notfallsituationen eingenommen wird und dabei auch auf einer Reise eine gute Wahl ist. Hierbei handelt es sich aber um eine spezielle Mischung, die für jeden Patienten separat hergestellt wird. Deshalb sollte es zwar in keiner Reiseapotheke fehlen, bedarf aber eines vorherigen Austausches mit dem Hausarzt. Es wird weniger bei physischen als bei psychischen Beschwerden, wie Stress oder familiärem Streit, eingesetzt.

Viele der vorgestellten homöopathischen Mittel sind vielfältig einzusetzen. Aus diesem Grund können auch die hier genannten Präparate den Weg in die gut sortierte Hausapotheke finden.

 

Bei schweren Krankheiten den Arzt aufsuchen

Wie jede Reiseapotheke sollte auch die Globuli-Taschenapotheke nur bei kleineren Erkrankungen eingesetzt werden. Bei schweren Krankheiten oder Verletzungen solltet Ihr nicht allein auf die Heilkraft von Homöopathie vertrauen, sondern unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Autor: Alexander Scherb