Nutzen Sie die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers Risiken und Kosten einer Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie, die zum Bereich der Homöopathie zählt, wird den Patienten eigenes Blut gegeben, dass im Körper den Heilungsprozess nach bestimmten Erkrankungen aktivieren und beschleunigen soll. Wir verraten euch alles über die Wirkungsweise, die verschiedenen Methoden, Kosten und Risiken der Behandlung mit Eigenblut.

Frau bei Blutinfusion

Risiken der Eigenbluttherapie

Eigenblutbehandlungen sind meist gut verträglich und bergen ein niedriges Infektionsrisiko. Eine der wenigen Ausnahmen ist eine heftige Immunreaktion die zu einem anaphylaktischer Schock führen kann. Dieser kann schon bei kleinsten Mengen Eigenblut bei Allergikern auftreten. Wird das Immunsystem unkontrolliert stimuliert, kann es auch vorkommen, dass Tumorzellen oder Bakterien dazu angeregt werden, sich unkontrolliert zu teilen und zu vermehren. Kleinere Nebenwirkungen wie Blutergüsse kommen häufiger vor.

Kosten der Eigenbluttherapie

Für die klassische Eigenblutbehandlung, bei der das Blut vor der Injektion nicht behandelt wird, solltet ihr mit 15 bis 25 Euro pro Sitzung rechnen. Wird euer Blut allerdings mit homöopathischen Mitteln aufbereitet, kostet das Ganze 50 bis 100 Euro. Da die Behandlung ein- bis zweimal pro Woche über zwei bis drei Monate durchgeführt wird, kommt ihr so schnell auf mehrere hundert Euro. 

Welche Krankenkassen bezahlen die Eigenbluttherapie?

Grundsätzlich müssen Krankenkassen nicht für die Kosten aufkommen, die bei einer Eigenblutbehandlung entstehen, da es keine medizinischen Beweise dafür gibt, dass diese tatsächlich etwas bewirkt. Manche Krankenkassen übernehmen dennoch die Kosten oder zumindest einen Teil davon. Die BERGISCHE Krankenkasse, SECURVITA Krankenkasse und die Techniker Krankenkasse übernehmen die Kosten zu „max. 100,00% bei allen Leistungserbringern im gesamten Versorgungsgebiet“ (stand 17.06.2016). Die IKK Südwest und die IKK Brandenburg und Berlin übernehmen 80% der Kosten aber maximal 150 Euro. „Max. 100,00% und max. 41,94 EUR bei allen Leistungserbringungen im gesamten Versorgungsgebiet“ übernimmt die HEK (Hanseatische Krankenkasse) (stand 17.06.2016).