21. Dezember 2020
Asthma: Die besten Hausmittel zur Behandlung

Asthma: Diese sieben Hausmittel helfen auf natürliche Weise

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege und nicht heilbar. Zusätzlich zur Einnahme von Medikamenten lässt sich die Krankheit mit natürlichen Hausmitteln gut behandeln. Wir stellen Ihnen die sieben effektivsten vor.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische entzündliche Atemwegserkrankung, die zu einer Verengung der Atemwege sowie Bronchien und somit zu Husten und Atemnot führen kann. Asthma ist nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten meist gut behandeln. Die Krankheit kann unterteilt werden in allergisches und intrinsische (nicht-allergisches) Asthma. Bei betroffenen Personen mit allergischem Asthma überreagiert das Immunsystem besonders stark auf einen harmlosen Stoff wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilzsporen. Nicht allergisches Asthma trifft meist bei Personen im Alter von dreißig bis vierzig Jahren auf.

Welche Hausmittel lindern die Beschwerden von Asthma?

Zwar ist Asthma nicht heilbar, aber mit entzündungshemmenden und Bronchien erweiternden Medikamenten gut kontrollierbar. Symptome können dementsprechend gut behandelt werden. Bei einer idealen Behandlung können Sie sogar die volle Leistungsfähigkeit erzielen. Jeder Asthmatiker sollte ein bronchienerweiterndes Spray besitzen, das im Notfall bei starken Asthmaanfällen schnell wirksam ist.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung helfen folgende Tipps und Hausmittel bei Asthma:

1. Ausdauersport

Asthmatiker sollten regelmäßig Sport treiben und vor allem auf Ausdauertraining wie Joggen oder Fahrradfahren setzen, das die die Lungenfunktionen und den Gasaustausch verbessert und welches das gesamte Herz-Kreislauf-System stärkt. Jedoch sollten Sie sportliche Überforderung möglichst vermeiden. In welchem Umfang Sie trainieren können, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

2. Heilkräuter gegen Asthma

Es gibt verschiedene Heilkräuter, die bei Atemwegserkrankungen und somit gegen Asthma helfen. Entweder als Brustwickel oder als Tee zubereitet, hemmen die Kräuter vor allem Entzündungen.

  • Thymian: Hilft, die Bronchialmuskulatur zu entkrampfen. Die Heilpflanze wirkt außerdem schleimlösend.
  • Efeu: Efeu wirkt beruhigend und krampflösend bei entzündlichen und krampfartigen Atemwegserkrankungen.
  • Isländisch Moos: Wird gerne bei Erkältungen genommen. Auch Asthmatiker profitieren von der schleimlösenden und schnellen Linderung.
  • Fenchel: Hilft nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden, sondern beruhigt auch die Atemwege und fördert den Schleimauswurf.
  • Spitzwegerich: Entspannt den gesamten Körper, befreit die Atemwege sowie Bronchien und ist schleimlösend.

3. Urlaub am Meer oder in den Bergen

Die Luft in Höhenlagen oder Küstenregionen tut Ihrer Lunge gut, da die Luft besonders rein ist. Gerade die salzhaltige Meeresluft wirkt schleimlösend und erleichtert das Abhusten. Ob die deutsche Nordseeküste oder das milde Klima am Mittelmeer – beides ist wohltuend und schafft Linderung.

4. Regelmäßiges Inhalieren

Ist der Sommerurlaub noch in weiter Ferne? Dann können Sie die Zwischenzeit mit regelmäßigem Inhalieren überbrücken. Regelmäßige Inhalation befeuchtet die Schleimhäute und löst Schleim. Das weit verbreitete Inhalieren über dem Kochtopf mit Salzwasser bringt wenig – zwar werden die oberen Atemwege befeuchtet, aber nicht die unteren. Mithilfe eines elektronischen Inhalators gelangen die salzhaltigen Dämpfe in die Lunge. Ideal sind 0,9-prozentige isotonische Kochsalzlösungen. Asthmatiker sollten bestenfalls täglich ein paar Minuten inhalieren. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Anschaffungskosten eines elektrischen Inhalators.

5. Gesunder Darm

Eine intakte Darmflora steht im engen Zusammenhang mit Asthma: Da sich in unserem Darm der Großteil unseres Immunsystems befindet, ist er für viele Krankheiten mitverantwortlich. Asthmatiker haben meist eine geschädigte Darmflora (Dysbakterie), die durch Übersäuerung oder Antibiotika-Einnahme entstehen kann. Es entsteht ein Bakterienungleichgewicht, da sich ungesunde Fäulnisbakterien ausbreiten können, was zu einer Schädigung der Darmschleimhaut führen kann. Die Darmschleimhaut wird durchlässiger und es können Stoffe in die Blutbahn gelangen, die das Immunsystem als Fremdkörper erkennt und bekämpft. Der gesamte Organismus wird deswegen stärker belastet und es kann zu einer Immunsensitivität kommen, aus der Asthma entstehen kann.

Was also tun? Essen Sie daher möglichst gesund und ballaststoffreich. Für eine intakte Darmgesundheit empfiehlt es sich, wenn Sie entzündungshemmende Lebensmittel wie Kräuter, Knoblauch oder Ingwer regelmäßig zu sich nehmen. Außerdem sollten Sie reichlich Obst und Gemüse sowie Lebensmittel mit Probiotika wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut essen. Verzichten Sie auf gesättigte Fettsäuren, die in Fast Food wie Burger, Pommes oder Fertigpizzen zu finden sind. Seien Sie ebenfalls vorsichtig bei Sulfite, in Wein, Fruchtsäften und getrockneten Früchten stecken.

Einige tierische sowie pflanzliche Produkte, die allgemein für Unverträglichkeiten bekannt sind, können ebenfalls Asthmabeschwerden verschlimmern. Dazu gehören Kuhmilch, Weizen, Erdnüsse oder Meeresfrüchte.

6. Vitamin D

Ein Vitamin D-Mangel übt sich ebenfalls negativ auf die Lungenfunktion aus. Haben Asthmatiker zu wenig Vitamin D, können entzündungshemmende Prozesse blockiert werden, die für die Ausschüttung von entzündungshemmenden Stoffen zuständig sind. Gerade im Winter bemerken Asthmatiker eine Verschlechterung ihres Asthmas. Um einem Vitamin D-Mangel vorzubeugen, sollten Sie während der kalten Jahreszeit möglichst viel Tageslicht tanken. 

7. Stress verhindern

Innere Anspannung kann dafür verantwortlich sein, dass bestehende Beschwerden schlimmer werden oder sogar Asthmaanfälle auslösen. Versuchen Sie daher möglichst, Stress im Alltag zu reduzieren und vor allem Belastungen im Job zu vermeiden. Meditieren oder das Erlernen von speziellen Entspannungstechniken können dazu beitragen, dass Sie gelassener werden. Auch regelmäßiger Sport sorgt für Stressabbau und innere Ruhe.

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