Haustiere Sicherer als teure Apparate

Es sollte sie auf Rezept geben: Pferde, Hunde, Katzen, Vögel oder Fische schützen vor Herzinfarkt und Schlaganfall, erkennen Krebs und bauen Stress ab.

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Streicheln wir ihn 15 bis 30 Minuten, senkt sich unser Blutdruck um 10 Prozent. Prof. Rebecca Johnson, Missouri University College, fand heraus: „Streicheln steigert beim Menschen die Produktion von Wohlfühlhormonen wie Serotonin, Prolaktin und Oxytocin. Der höhere Glückshormonspiegel schenkt tieferen Schlaf, stärkt das Immunsystem, macht geistig beweglicher.“ Und: Bereits 12 Minuten Gassigehen pro Tag kräftigt die Herz- und Lungenfunktion um bis zu 15 Prozent.

Herz-Katzen

Was Hunde können, schaffen Katzen allemal. Dr. Adnan Qureshi, Direktor des Minnesota Stroke Institute, analysierte über zehn Jahre das Risiko von 4435 Amerikanern, an Gefäßleiden zu erkranken. „Das Ergebnis hat mich selbst verblüfft“, sagt er.Kein Wunder. Denn Katzen senken das Risiko eines Schlaganfalls oder einer Herzattacke um über 30 Prozent. Seine Vermutung: „Katzen bauen Stress ab, die Gefäße verkrampfen sich seltener.“ Und sie geben Kraft in Krisen. Die Psychologin Dr. June Nicholsen von der britischen Universität Warwick: „Patientinnen mit Brustkrebs verkraften Diagnose und Therapie deutlich besser, wenn sie eine Katze haben.“ Und: Die Samtpfoten verleihen Babys größere Abwehrkräfte gegen Allergene wie Gräserpollen, Hausstaubmilben und Tierhaare. Sie schützen sie später sogar vor Asthma und anderen Allergien. Prof. Dennis R. Ownby vom Medical College of Georgia: „Bereits zwei Vierbeiner in der Nähe des Babybettchens senken das Risiko um 50 Prozent!“

Autor: Dorothea Palte