Alternativmedizin Heiltees

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 25 Liter Tee – im Jahr. Mehr wäre besser, denn grüner, schwarzer und Kräutertee sind allemal gesünder als Kaffee. Und Heilpflanzentees sind sogar die ältesten Arzneimittel der Welt. 

Blonde Frau

8. Venenprobleme

Mindestens jede fünfte deutsche Frau leidet vor allem abends unter geschwollenen Knöcheln, kribbelnden schweren Beinen und nächtlichen. Wadenkrämpfen. Hauptursache für Venenprobleme ist eine angeborene Bindegewebsschwäche – gefördert durch zu langes Stehen oder Sitzen, Übergewicht, Hormonpräparate, chronische Verstopfung, zu enge Strümpfe oder Stiefel und zu viel Wärme (z.B. Sauna, Bäder).

  • Diese Heilpflanze hilft: Buchweizenkraut enthält das Flavonoid Rutin. Es fördert die Durchlässigkeit der Venen, festigt ihre Wände und zieht sie zusammen. Nicht mehr als 5 bis 6 g täglich nehmen.
    Das beste Rezept: 2 TL Buchweizenkraut mit 150 ml Wasser eine Minute kochen, 10 Minuten ziehen lassen. 4 bis 6 Wochen lang jeden Tag 2 bis 3 Tassen trinken.
    Darauf solltet ihr achten: Das Kraut kann bei einigen Menschen die Lichtempfindlichkeit verstärken.
    Bitte zum Arzt gehen: Immer dann, wenn Krampfadern auftreten. Sie sollten möglichst früh behandelt werden.
Gymnastik für eure Venen

So stärkt ihr eure Venen!

9. Verstopfung

Zu wenig trinken, zu wenig Bewegung und Ballaststoffe und auch Medikamente wie Beruhigungsmittel führen dazu, dass bei uns mehr als vier Millionen Frauen regelmäßig an Verstopfung leiden.

  • Diese Heilpflanze hilft: Durch Inhaltsstoffe wie Sennoside erzielen Sennesblätter etwa 8 bis 10 Stunden nach dem Einnehmen eine abführende Wirkung.
    Das beste Rezept: 1/2 TL Sennesblätter in 1 Tasse kaltes Wasser geben, 10 Stunden ziehen lassen. Vor dem Schlafengehen 1 Tasse trinken. Einfacher geht’s mit „Midro Tee“ (Apotheke).
    Darauf solltet ihr achten: Langer Gebrauch kann den Wasser- und Elektrolythaushalt stören, was z. B. Herzrhythmusstörungen auslöst.
    Bitte zum Arzt gehen: Wenn der Stuhlgang nach 4 bis 5 Tagen weiterhin ausbleibt.

10. Wechseljahrsbeschwerden

Hormonelle Umstellungsprozesse führen zu Hitzewallungen, Nachtschweiß oder Reizbarkeit.  

  • Diese Heilpflanze hilft: Mönchspfeffer reguliert das Verhältnis zwischen Östrogenen und Progesteron. Höchstens 6 bis 7 g pro Tag anwenden.
    Das beste Rezept: 2 TL Mönchspfeffer mit 1 Tasse kochendem Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen täglich trinken. 
    Darauf solltet ihr achten: Nach sechs Wochen eine Pause von 3 bis 4 Wochen einlegen. Nicht geeignet für Frauen mit hormonell bedingtem Brustkrebs.
    Bitte zum Arzt gehen: Wenn die Symptome zunehmen und den Alltag stark beeinträchtigen.

Mini-Warenkunde

Arzneitees unterscheiden sich von Lebensmitteltees durch eine spezifische Indikation für Erkrankungen und das strenge Beachten der pharmazeutischen Qualität, ihrer Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.
Hochwertige Heilpflanzentees stammen nur selten aus Wildsammlungen, sondern überwiegend aus kontrolliertem Anbau. Der garantiert eine nahezu schadstofffreie Qualität mit stets gleicher Wirkstoffkonzentration.
Mono- und Kombitees sind gleichwertig. Ebenso lose Tees und Fertigtee; Letzterer lässt sich aber leichter zubereiten, außerdem enthält jeder Beutel die exakt gleiche Menge.
Bei Pyramiden-Teebeuteln umspült nach dem Aufguss besonders viel Wasser den hochwertigen Tee-Grobschnitt: Die Wirkstoffe werden schnell und hundertprozentig freigesetzt.
 

„MOOD“-Tees

Im Trend: Spezielle Tee-Kombinationen, die uns in eine entspannte Wohlfühl-Stimmung (engl. = mood) versetzen, innere Harmonie verleihen und der Seele neue Kraft schenken.
Energieschub: Tee-Mix u. a. aus Holunder, Salbei, Bergthymian, Rosenblüten und Enzian („Bad Heilbrunner Gebirgsblütentee“, Apotheke und Drogeriemarkt).
Wohlige Wärme von innen: mit der Mischung „Schoko Sweet Chili“ von Salus (Apotheke) aus Kakao, Zimt, Kardamom, Anis und einer Prise Chili.

Autor: Dorothea Palte