Alternativmedizin Heiltees

Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 25 Liter Tee – im Jahr. Mehr wäre besser, denn grüner, schwarzer und Kräutertee sind allemal gesünder als Kaffee. Und Heilpflanzentees sind sogar die ältesten Arzneimittel der Welt. 

Blonde Frau

5. Niedriger Blutdruck

Blutdruckwerte unter 105 zu 60 mm Hg (Quecksilbersäule) gelten als zu niedrig, können zu Schwindelgefühl, Sternchen-Sehen beim schnellen Aufstehen oder Müdigkeit führen.  

  • Diese Heilpflanze hilft: Die Duftpflanze Rosmarin erweitert durch Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Saponin, Glykoside und Melatonin die Gefäße, regt Herz und Kreislauf an. Die gesunde Tagesdosis liegt bei 4 bis 6 g.
    Das beste Rezept: 1 TL Rosmarinkraut mit 1 Tasse Wasser aufbrühen, 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach durchseihen. Morgens und mittags jeweils 1 Tasse trinken, am besten lauwarm.
    Darauf solltet ihr achten: Abends besser keinen Rosmarintee trinken, weil er anregend wirkt und deshalb den Schlaf raubt.
    Bitte zum Arzt gehen: Wenn Schwindelgefühle oder Müdigkeit trotz der Tee-Therapie zunehmen.

6. Schlafprobleme

Manche liegen stundenlang wach, andere wachen nachts regelmäßig auf – aus den unterschiedlichsten Gründen: Sorgen, Ängste, Licht und Lärm oder schlicht eine falsche Matratze.  

  • Diese Heilpflanze hilftBaldrian mit seinen hellrosa bis weißen Blüten enthält über 100 beruhigende Inhaltsstoffe wie Baldriansäure, Lignane oder Harze. Maximaldosis: 15 g pro Tag.
    Das beste Rezept: 1 TL Baldrianwurzel mit 1 Tasse Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1- bis 3-mal täglich 1 Tasse trinken, die letzte eine Stunde vor dem Schlafengehen. Hochwirksam ist Baldrian in einer Teemischung mit Hopfenzapfen, Passionsblume, Pfefferminze und Rosmarin (z.B. „Sidroga Schlaf- und Nerventee N“, Apotheke).
    Darauf solltet ihr achten: Baldrian kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen – wichtig für Autofahrerinnen und bei bestimmten Arbeiten.
    Bitte zum Arzt gehen: Wenn die Schlafstörungen länger als drei bis vier Wochen anhalten.

7. Sodbrennen, Magendruck, Übelkeit

Getränke wie Kaffee oder Weißwein, fettreiche Speisen oder eine gesteigerte Gasbildung im Magen können krampfartige Oberbauchbeschwerden auf nüchternen Magen, Druckgefühl oder Sodbrennen auslösen.  

  • Diese Heilpflanze hilft: Die Pfefferminze enthält ätherisches Öl, Menthol und Gerbstoffe, die eine müde Gallenproduktion steigern und die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes beruhigen. Tagesdosis: 3 bis 6 g.
    Das beste Rezept: 1 gehäuften EL getrocknete Pfefferminzblätter mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen, zudecken und nach 5 Minuten abseihen, mäßig warm trinken. 3-mal täglich 1 Tasse.
    Darauf solltet ihr achten: Frauen mit Gallensteinen müssen vorher mit ihrem Arzt sprechen. Bei Empfindlichen können die ätherischen Öle schon mal allergische Reaktionen hervorrufen (z.B. Hautausschlag, Atemprobleme). Für Babys und Kleinkinder nicht geeignet.
    Bitte zum Arzt gehen: Bei sehr starken Schmerzen mit Erbrechen und Fieber.

Autor: Dorothea Palte