Frühling Essbare Blüten und Kräuter: so gut sind sie für die Gesundheit

Im Frühling blüht es in Gärten, auf Balkonen und in der freien Natur. Waren Blüten und Kräuter bisher nur schön anzusehen, sollten wir sie dieses Mal pflücken und aufs Brot legen oder über den Salat streuen. Wir verraten, was Blüten so gesund macht.

Blüten_Blumen

Genug von der üblichen Kräuterauswahl im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt? Im Frühling müssen wir nur ein bisschen die Augen aufhalten, um in der Natur oder im eigenen Garten leckere Blüten und Kräuter zu finden. Ob auf dem Brot, im Salat oder als Deko auf dem Pastateller: Blüten runden jedes Gericht ab und verleihen ihm ein tolles Aussehen. Doch welche Blüten sind essbar? Und welche gesunden Wirkungen haben sie? 

Diese Blüten sind essbar

  • Ringelblume
    In ihrer Blüte stecken ätherische Öle und Flavonoide, welche gemeinsam antimikrobiell und krampflösend wirken. Sie helfen gegen Fieber und Entzündungen und stärken das Immunsystem. Die Ringelblume schmeckt schwach salzig und bitter.
     
  • Kamille und Minze
    Auch diese beiden Pflanzen helfen gegen Entzündungen und Fieber und regen das Immunsystem an. Kamille schmeckt mild, während Minze kräftig und kühlend ist.
     
  • Kapuzinerkresse
    Sie enthält Senföl, welches antimikrobiell und gegen Atemwegs- und Harninfekte wirkt. Die Kresse ist reich an Vitamin C und Magnesium und schmeckt würzig nach Senf.
     
  • Löwenzahn
    Die Pflanze ist reich an Vitamin A, B, C und D sowie den Mineralstoffen Kalium und Kalzium. Die besitzt eine entgiftende und harntreibende Wirkung, was günstig für Leber, Galle und Blase ist. Löwenzahn schmeckt herb-würzig und je nach Alter hat er einen bitteren Beigeschmack.
     
  • Gänseblümchen
    Die Blümchen liefern reichlich Vitamin C. Ihr Geschmack ähnelt dem von Feldsalat. Sie sind leicht nussig und besonders junge Blätter sind mild. Die Blüten sind leicht bitter mit einem Hauch Kamille.
     
  • Veilchen
    Veilchen wirken beruhigend und stärken die Nerven. Sie schmecken angenehm mild.
     
  • Brennnessel
    Das Kraut enthält viel Vitamin C. Die Flavonoide und das Kalium sorgen für eine entwässernde Wirkung. Junge Brennnesseln haben einen frischen Geschmack, während ältere Pflanzen viel Gerbsäure enthalten und weniger angenehm schmecken.
     
  • Rosenblüten
    Der Duft der Rosenblüten macht gute Laune und entspannt. Der Geschmack von essbaren Rosen gleicht dem Duft, den sie versprühen.
     
  • Lavendelblüten
    Die lila Blüten helfen gegen Ängste und Stress, indem sie entspannend und beruhigend wirken. Sie fördern auch einen guten Schlaf. Lavendel schmeckt leicht herb-bitter.
     
  • Wiesenschaumkraut
    Das Kraut hat eine schmerzstillende Wirkung und wird bei Rheuma und anderen schmerzhaften Erkrankungen eingesetzt. Zudem regt es die Leber und Nieren an. Da das Wiesenschaumkraut Senfölglykoside enthält, schmeckt es scharf und bitter.

Vorsicht: Diese Blüten sind nicht essbar!

Nicht alle Blüten sind verzehrbar! Achten Sie vor allem bei Chrysanthemen und Veilchen darauf, dass die Sorte essbar ist. Einige Formen können giftig sein. Ein Buch zur Blumenbestimmung kann helfen. Ebenso sind das Tränende Herz, Rittersporn, roter Fingerhut und der Gemeine Goldregen giftig. Auch Maiglöckchen können z. B. zu Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Übelkeit und Durchfall führen.

Tipps zum Sammeln von Kräutern und Blüten

  1. Pflücken Sie die Kräuter und Blüten immer abseits von viel befahrenen Straßen, da die Pflanzen sonst mit Autoabgasen belastet sein können. Schauen Sie auch, dass die Wiese keine Hundeauslaufzone ist.
  2. Auch sollten Sie die Pflanzen am besten morgens pflücken, da sich die ätherischen Öle mit zunehmender Sonneneinstrahlung verflüchtigen. 
  3. Um nicht zu giftigen Kräutern zu greifen, nutzen Sie ein Bestimmungshandbuch.
  4. Nehmen Sie nur so viele Kräuter mit, wie Sie benötigen, sodass die Mehrzahl an Pflanzen bestehen bleibt. Je nach Möglichkeit können Sie sich Zuhause auch ein eigenes Wildkräuterbeet anlegen.
  5. Gibt es keine Möglichkeit, Kräuter und Blüten in der Natur zu sammeln, können Sie diese auch in Gärtnereien kaufen. Achten Sie darauf, dass sie unter Bio-Bedingungen angebaut wurden und nicht gespritzt wurden. Blumen aus dem Supermarkt oder Floristikfachgeschäften eigenen sich nicht zum Verzehr.

Blüten richtig zubereiten

  • Entfernen Sie vor dem Verzehr die Blätter, den Stängel, Stempel oder Pollenträger. Diese schmecken oft bitter.
  • Waschen Sie die Kräuter und Blüten vorsichtig unter warmen Wasser.
  • Blüten können Sie als Essig oder Sirup konservieren. Besonders gut eignen sich Hibiskus, Veilchen, Rose und Lavendelblüten, da sie sowohl einen intensiven Geschmack als auch eine kräftige Farbe haben.

Datum: 05.04.2020

Autor: Christina Liersch

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