Kardiomyopathie: Was ist ein vergrößertes Herz?
Wenn sich die Herzkammern vergrößern oder die Herzkammern verdicken, ist die Rede von einem vergrößerten Herz. Diese sogenannte Kardiomyopathie mag zunächst positiv klingen, schadet aber Ihrem Muskel und mindert seine Leistungsfähigkeit. Eine Kardiomyopathie tritt in verschiedenen Formen auf:
Dilatative Kardiomyopathie: Sie ist die häufigste Form eines vergrößerten Herzens. Die Pumpfunktion ist eingeschränkt, die Herzkammern sind vergrößert. Die dilatativen Kardiomyopathie tritt als Folge einer infektiösen Herzerkrankung auf. Weitere Risikofaktoren, die diese Kardiomyopathie hervorrufen können, sind schwerer Bluthochdruck oder übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum.
Hypertrophe Kardiomyopathie: Eine verdickte Muskulatur der linksventrikulären Wände, während Herzgröße und Pumpfunktion gewöhnlich sind. Seltener sind die rechtventrikulären Wände betroffen. Verantwortet durch eine erhöhte Druckbelastung des Herzmuskels, beispielsweise durch Bluthochdruck oder einen Herzklappenfehler.
Restriktiven Kardiomyopathie: Dehnbarkeit der linken Herzkammer (restriktive Kardiomyopathie) ist stark vermindert – bedingt durch Einlagerungen eines gewissen Eiweißes (wie Amyloid) oder durch Fasergewebe. Die restriktiven Kardiomyopathie ist erblich bedingt.
5 Anzeichen eines vergrößerten Herzens
Liegt eine Kardiomyopathie vor, treten folgende Symptome abhängig der jeweiligen Form auf. Bei einer dilatativen und restriktiven Kardiomyopathie treten dementsprechend folgende Symptome auf:
Kurzatmigkeit
Verminderte Leistungsfähigkeit
Herzrhythmusstörungen
Wassereinlagerungen
Schwindel
Eine hypertrophe Kardiomyopathie kann jahrelang unbemerkt bleiben, da sie anfangs keinerlei Beschwerden macht. Treten Symptome auf, kommt es zu ähnlichen Beschwerden wie bei den anderen Formen. Zusätzlich kann es zu Brustenge, Schwindel bis hin zu Ohnmachtsanfällen und in schweren Fällen zu akutem Herzversagen kommen.
Behandlung einer Kardiomyopathie
Die Behandlung eines vergrößerten Herzens richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Verantworten zum Beispiel Erkrankungen wie eine Infektion die Kardiomyopathie, ist eine Einnahme von Medikamenten sinnvoll. Liegt eine Herzinsuffizienz vor, können ACE-Hemmer ratsam sein. Wenn solche konservativen Therapiemaßnahmen nicht greifen, kann eine Operation in Erwähnung gezogen werden, bei der verdicktes Gewebe entfernt wird.




