Gästeliste Wen sollen wir zur Hochzeit einladen?

Ihr wollt es tun und endlich heiraten. Die Entscheidung ist gefallen. Nun soll die Hochzeit geplant werden – es soll ja was Besonderes sein. Ihr wollt nicht die kleine überschaubare Feier mit Eltern und Trauzeugen. Nein es soll schon ein paar Nummern grösser werden. Aber wer muss eingeladen werden und auf wen könnt Ihr beide gerne verzichten?

hochzeitsgäste

Die ersten Schritte

Als erstes sollte von Euch die Gästeanzahl bestimmt werden. Dies hängt nicht unwesentlich vom veranschlagten Budget ab. Jeder zusätzliche Gast ist ja auch ein Kostenfaktor. Egal ob es um Essen und Trinken oder auch um die Location geht. Die Anzahl der Gäste ist also das erste was feststehen muss.

Verwandtschaft

Eltern und Geschwister des Paares sind eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn aber einer der Partner keinen Kontakt zu diesen hat und ihn auch nicht haben möchte, ist dies keine Pflicht. Es wird Gründe für den Kontaktabbruch geben, die nicht immer so einfach zu bereinigen sind. Allerdings können Lebensveränderungen wie eine Heirat auch eine Chance sein, alte Konflikte endlich zur Seite zu legen. Das Brautpaar sollte aber über eines immer im Klaren sein. Zur Hochzeit einladen darf man jeden, aber es gibt für das Paar absolut keinen Grund Menschen einzuladen, die man eigentlich nicht dabei haben will. Hier zählt keine gesellschaftliche Verpflichtung oder ähnliches. Aber in der Regel liebt das Brautpaar seine Eltern und Geschwister. Diese stehen also ganz oben auf der Liste. Wichtig sind natürlich auch die Trauzeugen. Wenn diese schon eigene Familie haben, gehört der Partner und eventuelle Kinder natürlich auch dazu. Dies ist bei allen Einladungen zu berücksichtigen. Der Partner und eventuelle Kinder des eigentlichen Gastes nicht vergessen. Schnell kann sich dadurch die Anzahl der Gäste um das zwei oder dreifache erhöhen. Nun geht es weiter mit der Verwandtschaft. Ob Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Wichtig ist immer, möchte man sie dabei haben. Hat man sonst auch Kontakt mit ihnen? Sicher kann es auch toll sein, jemanden nach 10 Jahren endlich mal wieder zu sehen. Wenn aber der Kontakt vor 10 Jahren abbrach, weil die Chemie nicht stimmte, muss sich das nicht unbedingt geändert haben. Aus Tradition oder Höflichkeit muss das Brautpaar keine Menschen einladen, auf dessen Erscheinung sie keinen Wert legen. Da sollte das Paar auf das Bauchgefühlt hören. Dann gibt es noch Verwandte, die eigentlich keiner mehr sind. Mit dem Exmann der Schwester versteht man sich immer noch prima. Aber die zwei zusammen an einem Tisch bedeutet Krieg. Lasst Euch nicht beirren. Dies ist Euer Tag. Die zwei müssen ja nicht unbedingt an einen Tisch sitzen. Aber erwachsene Menschen sind durchaus in Lage in einem Raum zu sein, auch wenn sie zerstritten sind.

Freunde sind wichtig

Ein Paar besteht ja nicht nur aus Verwandtschaft. Auch auf Freunde wird an diesem Tag Wert gelegt. Das Brautpaar hat gemeinsame gute Freunde, aber vielleicht hat jeder auch noch „eigene“ gute Freunde aus der Junggesellenzeit. Hier muss nun sortiert werden. Die vorher festgelegt Gästeanzahl soll ja nicht überschritten werden. Gerade wenn sich die Freunde auch untereinander kennen, kann es schwierig werden. Wer nicht eingeladen wird, kann sich schnell benachteiligt fühlen. Also trefft die Auswahl mit Bedacht. Mit wem haben wir wirklich regelmäßigen Kontakt – wer ist mehr ein Bekannter. Schwierig ist es auch wenn ein Teil des Brautpaares mit einem Freund des anderen so gar nichts anfangen kann. Hier muss das Paar einen Kompromiss finden. Ist die beste Freundin für die Braut superwichtig und der Bräutigam findet diese Freundin einfach unmöglich, kann eine Diskussion erforderlich sein. Wenn die Freundin der Braut für diese so wichtig ist, sollte der Bräutigam sie akzeptieren. Auch im Eheleben wird sie ja ab und an auftauchen.

Was ist mit ehemaligen Partnern?

Wenn Braut oder Bräutigam schon eine eheliche Vergangenheit haben, kann es sein das diese zur Sprache kommen. Manchmal sind da Kinder aus erster Ehe, die der Partner natürlich dabei haben möchte. Aber zu den Kindern gehört dann vielleicht auch Mutter oder Vater. Da kommt es natürlich ganz auf die Beziehung zwischen Brautpaar und den Verflossenen an. Manche Paare schaffen es ja, sich nach einer Trennung sehr zivilisiert zu verhalten und pflegen im Alltag einen freundschaftlichen Umgang. Wenn dem so ist, spricht auch überhaupt nicht gegen einen Einladung. Sollte dies aber nicht so sein oder der andere Teil des Brautpaares, kann damit gar nicht umgehen, sollte auf die Einladung verzichtet werden.

Die lieben Kollegen und Nachbarn

Fast jeder Mensch hat ja auch Kollegen und Nachbar. Wer unter diesen Personenkreis Menschen hat, zu denen er freundschaftliche Kontakte pflegt, wird sie auch einladen wollen. Das ist auch völlig in Ordnung. Es besteht aber keine Verpflichtung sämtliche Kollegen und Nachbarn zu seiner Hochzeit einzuladen.

Fazit

Egal ob im kleinen oder im großen Kreis gefeiert wird. Das Brautpaar sollte sich schon vor der Hochzeit über die Gäste die eingeladen werden sollen. Wenn einer der Partner völlig gegen einen Gast ist, sollte besser darauf verzichtet werden. Auch einplanen sollte man, dass einige der eingeladenen Gäste absagen werden. Sei es weil sie zu der Zeit im Urlaub sind oder auch schon für andere Feiern verplant. Hier sollte das Paar schon entsprechende „Ersatzgäste“ planen. Natürlich sollten diese nicht erfahren, dass sie sogenannte „Nachrücker“ sind. Wer seine Einladungen also rechtzeitig verschickt, kann bei rechtzeitigen Absagen noch gut reagieren. Und auf keinen Fall vergessen: In erster Linie ist dieser Tag für das Brautpaar, er soll ein unvergessliches Erlebnis werden und dazu gehören auch die idealen Gäste. Auch Gäste spüren es, wenn sie nur aus Pflichtgefühl eingeladen werden – dies ist also für beide Seiten nicht ratsam.