3. Mai 2021
Zeckenbiss vermeiden: So schützen Sie sich vor Zecken

Zeckenbiss vermeiden: So schützen Sie sich vor Zecken

Ein Zeckenbiss ist nicht ungefährlich und kann verschiedene Krankheiten übertragen. Wir erklären Ihnen, wie Sie sich bestmöglich schützen können und wie Sie Zecken richtig entfernen. 

Die Zeckensaison in Deutschland dauert von Februar bis Oktober. Aber gerade, wenn man im Sommer viel in der Natur unterwegs ist, ist die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden, besonders hoch. Beim Biss kann der Parasit gefährliche Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. Dazu zählt Borreliose, die verschiedene Organe betreffen und vor allem die Haut, Gelenke und das Nervensystem befallen kann. Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), bei der es sich um eine Hirnhaut- beziehungsweise Gehirnentzündung handelt, wird durch Zeckenstiche übertragen.

Zeckenbiss vermeiden: 7 hilfreiche Tipps

Um sich daher bestmöglich vor Zecken zu schützen, sollten Sie diese Tipps beherzigen:

  1. Meiden Sie hohe Gräser, Büsche oder Unterholz, denn dort fühlen sich Zecken besonders wohl.
  2. Tragen Sie geschlossene Schuhe, eine Kopfbedeckung und Kleidung mit langen Armen und Beinen. Auch wenn es nicht ganz Ihren modischen Geschmack trifft, aber ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine. Zecken krabbeln meist nicht höher als 1,5 Meter. Tragen Sie am besten helle Kleidungsstücke, so können Sie das Insekt bereits rechtzeitig erkennen. Klamotten aus glatten Stoffen erschweren es, dass sich die Tiere auf ihnen festhalten können.
  3. Sprühen Sie sich vorher mit insektenabwehrende Mitteln ein. Sogenannte Repellents halten Ihnen Zecken sowie Stechmücken etwa drei Stunden vom Leib.
  4. Nach jedem Aufenthalt in der Natur suchen Sie Ihren Körper nach Zecken ab. Die kleinen Blutsauger bevorzugen vor allem dünne und warme Körperstellen wie Kniekehlen, Bauch- und Brustbereich sowie den Schritt. Bei Kindern sind sie häufig am Kopf, Haaransatz und Nacken zu finden.
  5. Wenn Sie Hundehalter sind, suchen Sie auch Ihr Tier nach den kleinen Spinnentieren ab, da diese sonst auch auf Sie übergehen können.
  6. Sofern Sie in einem FSME-Risikogebiet leben (Bayerns, Baden-Württembergs sowie Teile Hessens, Thüringens und Sachsens) oder in diesen Regionen Urlaub machen, rät das Robert-Koch-Institut zu einer FSME-Impfung, welche die Krankheitssymptome lindern kann.
  7. Gegen Borreliose können Sie sich nicht impfen lassen. Allerdings sollten Sie bei einem Stich rasch reagieren und schnell die Zecke entfernen. Der Erreger braucht mindestens 12 Stunden, um in den menschlichen Organismus übertragen zu werden.

Zecke richtig entfernen

Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zecke bei sich entdeckt haben, sollten Sie diese rasch mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte entfernen. Egal, für welches Hilfsmittel Sie sich entscheiden, packen Sie die Zecke möglichst hautnah, um ein Quetschen und somit ein Austreten von möglicherweise gefährlichen Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Entfernen Sie das Tier langsam und kontrolliert. Ziehen Sie es nicht mit einem Ruck oder mit drehenden Bewegungen heraus.

Verzichten Sie auf Hausmittelchen wie Öl, Nagellackentferner oder Alkohol, um die Zecke zu entfernen. Dadurch kann die Zecke erbrechen und es werden erst recht Bakterien und Viren übertragen. Nachdem Sie die Zecke entfernt haben, desinfizieren Sie die Stichstelle mit einem Wunddesinfektionsmittel.

Video: Auch wegen Corona – FSME-Erkrankungen auf Rekordniveau

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