19. Februar 2017
Winterdepression vorbeugen: Tipps gegen den Winterblues

Winterdepression vorbeugen: Tipps gegen den Winterblues

Die Monate, in denen es besonders früh und lange dunkel ist, schlagen oft auf unser Gemüt. Wir sind antriebslos und unmotiviert. Um in der kalten Jahreszeit gar nicht erst in den Winterblues zu verfallen, verraten wir Ihnen die Ursachen und welche Tipps dagegen helfen.

Tipps gegen Winterdepressionen
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Tipps gegen Winterdepressionen

Rund um die Uhr: Dunkelheit. So fühlt sich der Winter für viele Deutsche an. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und fehlende Motivation machen sich im Alltag breit. Schuld an diesen sogenannten Winterdepressionen: Wir produzieren einen Überschuss an Melatonin, das sogenannte "Schlafhormon".

Das Tageslicht ist alles, was uns in dieser Zeit fehlt. Es ist das Licht, dass uns munter und glücklich macht, ein Lächeln ins Gesicht zaubert, Serotonin (Glückshormone) bildet und uns aus dem Winterblues herausholt.

Die Folgen lassen sich schnell aufzählen:

  • Trotz der empfohlenen 8 Stunden Schlaf fühlen wir uns müde und energielos.
  • Unsere innere Uhr ist nicht mehr im Takt.
  • Die Unlust, das Haus zu verlassen, sinkt gewaltig.
  • Wir sind oft schlecht drauf und unmotiviert.

Jetzt geht es darum, den Sprung aus dem Stimmungstief wieder herauszuschaffen. Hilfreiche Tipps dafür finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Tipps gegen Winterdepressionen
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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 1: Dem Wetter trotzen und rausgehen

Das beste Mittel gegen Winterdepressionen ist, raus an die frische Luft zu gehen und sich vom Wind durchpusten zu lassen. Am sinnvollsten ist es, Tageslicht zu tanken, um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Wenn Sie für ca. 15 bis 30 Minuten an der frischen Luft sind, kurbelt das zudem noch den Kreislauf an.

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Tipp 2: Sonne ins Leben holen

Wenn Ihnen schon das Sonnenlicht fehlt, sollten Sie versuchen, Glückshorme im Körper zu produzieren! Wie das? Denken Sie an die Dinge im Leben, die Ihnen wirklich wichtig sind und Sie glücklich machen.

Wenn das nicht funktionieren sollte, dann streichen Sie vielleicht mal ein Zimmer in einer schönen Sommerfarbe oder dekorieren Sie es mit Orange-, Rot- und Gelbtönen oder tollen Fotos aus dem letzten Urlaub. Der Gedanke an den Frühling kann Ihnen ebenfalls dabei helfen.

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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 3: Nicht aufgeben

Wenn Sie sich einmal aufraffen konnten – super! Lassen Sie sich nicht wieder so schnell von den negativen Wetterverhältnissen und den dazu gehörigen Winterblues beeinflussen - bleiben Sie dran. Wissenschaftlich wurde bewiesen, dass Menschen glücklicher sind, sobald sie in Gesellschaft sind, einem Hobby nachgehen, Sport treiben, neue Ziele setzen oder einfach in direktem Kontakt mit ihren Freunden stehen. Verabreden Sie sich und bleiben Sie aktiv!

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Tipp 4: Künstliche Lichtquellen

Mit künstlichen Lichtquellen sind keineswegs Solariumgänge gemeint! Es geht um Lichtquellen, die einigermaßen eine heilende Wirkund auf den Winterblues haben. Dazu zählt Lichttherapiegeräte, also vor allem Lichttherapielampen. Vor diesen setzten Sie sich morgens für etwa 20 Minuten. Die Lichttherapielampe verhilft Ihnen dazu, Energie zu tanken und gestärkt in den Tag zu starten. Sprechen Sie das bei bestehenden Beschwerden bei Ihrem Hausarzt an.

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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 5: Fester Tagesplan

Besonders jetzt, wo die innere Uhr aus dem Takt geraten ist, ist es wichtig, dass SIe sich einen festen Tagesplan erstellen. Finden Sie für sich und Ihren Körper eine gute Balance zwischen Entspannung und Anforderung. Integrieren Sie Ihre Aufgaben dabei täglich mit ein.

Dies könnte dann wie folgt aussehen: Sie stehen auf, machen Sich für den Tag fertig und gönnen sich eine kurze Entspannungsphase vor der Wärmelichtlampe. Dann frühstücken Sie und gehen zu Fuß zur Arbeit oder eine kleine Strecke, um genügend frische Luft einzuatmen. Abends, bevor Sie möglichst zur gleichen Zeit wie an den vorherigen Tagen ins Bett gehen, erledigen Sie noch eine Aufgabe, die Sie vor dem Schlafen erledigen. Im Bett überlegen Sie sich dann eine nächste kleine Aufgabe für den darauffolgenden Tag, um anschließend mit einem guten Gefühl ganz entspannt schlafen zu können.

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Tipp 6: Kuschelzeit

Forscher fanden heraus, dass bereits eine zehnminütige Massage pro Tag den an Winterdepressionen leidenden Menschen zu einer besseren Stimmung verhilft. Durch die Berührungen werden bestimmte Hormone und Neurotransmitter im Gehirn ausgeschüttet und gebildet, die sich positiv auf den Menschen auswirken. Also schnappen Sie sich Ihren Partner, die beste Freundin oder Ihre Kinder und knuddeln Sie drauf los!

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Tipp 7: Gesunde und ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene, gesunde und frische Ernährung ist ausschlaggebend für unseren körperlichen, aber auch psychischen Zustand. Achten Sie besonders im Winter darauf, genügend Vitamine in Form von frischem Gemüse zu sich zu nehmen. Übrigens: Das Glückshormon Serotonin wird vor allem durch die Nahrungszufuhr von Fisch, Weintrauben, Schokolade und Ananas gebildet und ausgeschüttet. Auch von Seefisch sollten Sie nicht die Finger lassen, das darin enthaltene Jod regt die Schilddrüsenfunktion an und sorgt durch den Stoffwechsel für intakte Zellen.

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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 8: Johanniskraut und grüner Tee

Johanniskraut steigert die Lichtempfindlichkeit der Haut und hilft bei depressiven Verstimmungen, die zu einer Winterdepression zählen. Es lässt uns die wenigen Lichtstrahlen, denen wir in den dunklen Jahreszeiten begegnen, effektiver aufnehmen. Grüner Tee schafft ebenfalls Abhilfe, schon zwei bis drei Tassen sorgen laut Forscher für eine positivere Stimmung.

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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 9: Der nächste Urlaub

Egal, wie lange es noch hin ist: Machen Sie sich traumhaft schöne Gedanken um Ihren nächsten Urlaub. Schauen Sie sich im Internet andere Länder und Kulturen an, lassen Sie sich inspirieren und setzen Sie das ein oder andere Land auf Ihre To-Do-Liste. Schon allein der Gedanke daran wird Ihnen zu einem positiverem Gemüt verleiten.

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Tipps gegen Winterdepressionen

Tipp 10: Musik an!

Musik ist der Stimmungsmacher schlechthin: Drehen Sie Ihre Anlage und die Boxen auf, schmeißen Sie Ihre Lieblingslieder an. Finger weg von traurigen Liebesliedern – jetzt sind die Party- und Sommersongs am Zug! Lassen Sie sich von der Stimmung einnehmen, singen Sie mit und tanzen Sie eine Runde durch Ihr Wohnzimmer. Sie werden anschließend merken, wie gut das tut!

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